Anregungen und Tipps für ein plastikfreies Leben: „Plastikfreies Aufbewahren“

30.08.2018: Plastikvermeidung steht hoch im Kurs.

Weckglas Müsli
Der Landkreis Pfaffenhofen unterstützt daher die Initiative der Plastikfrei Community Pfaffenhofen, Bürgerinnen und Bürger bei der Vermeidung von unnötigem Plastik im Alltag zu unterstützen. Viele Anregungen und alltagstaugliche Tipps gibt hierzu eine Artikelreihe, die die Fachstelle Energie und Klimaschutz des Landratsamtes zusammen mit Patricia Kufer regelmäßig herausgibt.

Patricia Kufer lebt mit ihrer Familie seit fünf Jahren plastikfrei.
Heute geht es um das Thema „Plastikfrei aufbewahren“.
„Plastikfrei aufbewahren ist eigentlich nicht schwer“, so Patricia Kufer. So wie ihre Oma früher bewahrt sie viele Sachen in Gläsern und Dosen auf. Patricia Kufer: „Plätzchendosen sind bei mir das ganze Jahr im Einsatz. Darin verwahre ich zum Beispiel Kräutertees und lose Bruch-Schokolade, die ich ohne Verpackung direkt in der Konfiserie kaufe.“
Andere trockene Lebensmittel wie Kaffeebohnen, Rosinen und Nüsse, Gewürze und getrocknete Kräuter gibt sie ebenfalls in Gläser, die man luftdicht verschließen kann.

Beim Thema Einfrieren hat Patricia Kufer viel ausprobiert und festgestellt, dass man in Gläsern sehr gut einfrieren kann. „Meine Schnitzel friere ich in einem Weckglas mit Deckel ein, genauso Obst, Gemüse, Butter, Kräuter oder übriggebliebene Tomatensoße. Man darf die Gläser nur nicht komplett befüllen, damit das Gefriergut Platz hat, sich auszudehnen.“

Brot oder Semmeln legt sie im Stoffbeutel in den Gefrierschrank - nicht monatelang, aber zumindest für ein paar Wochen. Reste vom Mittagessen kommen bei ihr in eine Porzellanschüssel mit einem Teller als Deckel oder sie funktioniert dafür andere Gefäße um.

Zudem gibt es auch Frischhaltefolien ohne Plastik – sogenannte Bienenwachstücher. Sie sind aus Bio-Baumwolle, die mit Bienenwachs imprägniert sind. Die sog. Bee‘s Wraps lassen die Lebensmittel atmen, sind antibakteriell, passen sich allen Formen an und sind wiederverwendbar. „Ich bin froh, dass unsere Lebensmittel nicht mehr mit Plastik in Verbindung kommen und somit auch keinerlei Giftstoffe wie diverse Weichmacher aufnehmen können“, so Patricia Kufer.

Zu den Weichmachern zählen Phthalate. Sie werden dem an sich steifen Kunststoff zugemischt, um ihm elastische Eigenschaften zu verleihen. Die Phthalate können durch Ausgasen, Auswaschen oder Abrieb aus Produkten freigesetzt werden.

Problematisch ist, dass sie auf das menschliche Hormonsystem wirken. Die EU-Kommission hat kürzlich beschlossen, dass die Weichmacher DEHP, DBP, BBP und DIBP nicht mehr in bestimmten Alltagsprodukten enthalten sein dürfen. Ebenfalls im Verdacht hormonell zu wirken, steht Bisphenol A (BPA), das hauptsächlich als Grundbaustein für Polycarbonat (PC) verwendet wird. Aus PC bestehen z.B. CDs, DVDs und Getränkebehälter.

Es wird auch für die Herstellung von Epoxidharzen für Lacke, Klebstoffe und die Innenbeschichtung von Konservendosen verwendet. Zudem kommt BPA in Thermopapier (z.B. Kassenzettel) zum Einsatz. Diese sollten daher über die Restmülltonne entsorgt werden.

Frucht-Riegel für den kleinen Hunger macht Patricia Kufer ebenfalls selbst und bewahrt sie in einer Plätzchendose auf: Rezept Fruchtschnitten: - 100g Trockenobst - Rosinen, Aprikosen, Apfelringe, Birnen, Feigen, Pflaumen und alles was der Garten noch so hergegeben hat - 30g Haferflocken - 2-3 EL Sonnenblumenkerne - 2-3 EL Nüsse - etwas Fruchtsaft Alle Zutaten im Mixer fein mixen und evtl. etwas Fruchtsaft dazugeben. Auf Oblaten verteilen, Deckel drauf, fertig!