Saisonale Influenza-Impfung auch für Schwangere empfohlen

05.10.2010: Im Juli werden jährlich die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO (= ständige Impfkommission am Robert-Koch Institut) deutschlandweit veröffentlicht. Gemäß diesen Empfehlungen sollen sich alle Menschen über 60 Jahre und altersunabhängig chronisch Kranke gegen die saisonale Influenza impfen lassen.

Impfung_k
Im Juli werden jährlich die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO (= ständige Impfkommission am Robert-Koch Institut) deutschlandweit veröffentlicht. Gemäß diesen Empfehlungen sollen sich alle Menschen über 60 Jahre und altersunabhängig chronisch Kranke gegen die saisonale Influenza impfen lassen. Auch Personen mit erhöhter Ansteckungsgefährdung, z.B. Menschen, die in Einrichtungen mit umfangreichem „Publikumsverkehr“ oder Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten, wird die jährliche Grippeimpfung empfohlen. Da medizinisches Personal oder in der Altenpflege Tätige eine Infektionsquelle für die von ihnen betreuten Risikogruppen darstellen können, werden auch diese jährlich zur Impfung aufgerufen.

Neu ist ab sofort die Empfehlung zur Impfung auch aller Schwangeren gegen die saisonale Influenza. „Der inaktivierte Influenza-Impfstoff kann laut STIKO in der Schwangerschaft sicher und effektiv verabreicht werden. Eine Impfung wird ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel empfohlen, für Schwangere mit einer chronischen Grunderkrankung unabhängig vom Stadium der Schwangerschaft direkt zu Beginn der Impfsaison im Herbst“, so Dr. Martina Kudernatsch, Leiterin des Gesundheitsamts Pfaffenhofen. Bei schwangeren Frauen bestehe ein höheres Risiko, im Rahmen einer Influenzaerkrankung Komplikationen, wie z.B. eine Lungenentzündung, zu erleiden. Davor soll die Impfung schützen. 
 

Neben diesem individuellen Schutz der Schwangeren kann von der Impfung später auch das Neugeborene profitieren. „Die sich im Körper der Mutter aufbauenden, schützenden Antikörper werden in der Gebärmutter auf das Kind übertragen und bieten diesem für einige Monate einen Schutz“, so die Leiterin des Gesundheitsamts. Zudem gibt es gemäß der STIKO keine Hinweise, dass eine Influenza-Impfung mit den verfügbaren Impfstoffen einen negativen Einfluss auf den Gesundheitszustand der Kinder oder eine eventuelle Frühgeburtlichkeit hat.

Der jährlich „aktualisierte“ Grippeimpfstoff (entsprechend den zuletzt aufgetretenen Grippeviren) enthält dieses Jahr unter anderem eine Komponente, die vor dem „Schweinegrippevirus“ schützt. Zusätzlich sollen Frauen mit Kinderwunsch darauf achten, dass sie einen aktuellen Impfschutz gegen Keuchhusten besitzen, da eine Keuchhustenerkrankung in den ersten Lebensmonaten eines Kindes besonders komplikationsträchtig verlaufen kann. Dr. Kudernatsch: ,,Natürlich sollen auch alle anderen Säuglinge betreuende Personen, wie z.B. der Kindsvater, Großeltern, Personal von Kinderkrippen etc., einen Keuchhusten-Impfschutz aufweisen.“