Natur in Pfaffenhofen: " Einzigartige Naturschutzprojekte" Thema am Stand des Landkreises

20.07.2017: Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt präsentiert sich vom 28. - 30. Juli auf der Pfaffenhofener Gartenschau

Heidelerche, Foto: Glüer
Am Stand des Landkreises werden dabei interessante Naturschutzprojekte und Themen vorgestellt. „Wir laden die Besucherinnen und Besucher ein, unseren Landkreis auf eine ganz besondere Art kennen zu lernen: Die Paartaler Sanddünen als abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt, die Heidelerche als bedrohte Tierart mit den Möglichkeiten, deren Lebensraum zu verbessern und die Nöttiger Viehweide mit Badertafel als Naturschutzgebiet mit einer einzigartigen Heidelandschaft“, so Anita Engelniederhammer, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde. Kinder können am Landkreisstand Fledermäuse basteln, wobei sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.

Außerdem gibt es bei einem Naturschutzquiz Nistkästen zu gewinnen. Die Verlosung findet jeweils um 11:00 und 15:00 Uhr statt.

Zu den einzelnen Projekten: Die Heidelerche ist ein bedrohter Holledauer, der durch Entzug der Lebensgrundlagen immer seltener wird. Früher war er in unserer Flur ein häufiger Vogel. Durch die Veränderungen in der Landschaft bleiben der Heidelerche immer weniger Rückzugsorte und der schöne Gesang verstummt langsam. Es gibt jedoch Möglichkeiten, diese Tiere zu schützen und den Lebensraum wieder zu verbessern.

Das Projekt „Paartaler Sanddünen“ zielt auf den Erhalt und die Wiederherstellung der ursprünglichen Artenvielfalt der blütenreichen Magerrasen und Wiesen der Paartaler Sanddünen zwischen Hohenwart und Reichertshofen ab. Bei den Sanddünen handelt es sich um Millionen Jahre alte sandig-kiesige Buckel, die in den Eiszeiten von Flugsand dünenartig überdeckt wurden. Die sandigen Böden sind stellenweise äußerst nährstoffarm und können auch das Regenwasser nicht speichern. Deshalb haben sich dort über die Jahrhunderte artenreiche Magerwiesen sowie Sand- und Trockenrasen mit vielen bunt blühenden Kräutern und Blumen entwickelt.

Sowohl die „Heidelerche“ als auch die „Paartaler Sanddünen“ sind „BayerNetzNatur-Projekte“ und werden vom Freistaat Bayern gefördert.

Seit 1943 besteht das Naturschutzgebiet „Nöttinger Viehweide mit Badertaferl“. 1986 wurde das frühere Naturschutzgebiet nach Westen um die Staatswaldabteilung "Badertaferl" und "Schacherbruck" erweitert. Das Schutzgebiet repräsentiert einen kleinen Ausschnitt des Feilenforstes. Entstanden sind die offenen Huteflächen durch jahrhundertelange Beweidung. Die Pflege mit Schafen und Ziegen, einer schonende Mahd sowie Entbuschungen sorgen für den langfristigen Erhalt dieser im Landkreis einmaligen Heidelandschaft. Alte knorrige Eichen und malerische Wacholderbüsche prägen das Landschaftsbild. Besonders reizvoll ist die rosa Blüte der Besenheide vom Spätsommer bis in den Herbst.



Nöttinger Viehweide, Foto: Landratsamt

Nöttinger Viehweide, Foto: Landratsamt