Landkreis Pfaffenhofen: Besondere Aufmerksamkeit für die „Töchter“

24.04.2018: Landrat Martin Wolf brach kürzlich eine Lanze für eine intensive fachliche und zeitlich ausgeweitete Betreuung der Landkreisbeteiligungen.

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Der Landkreis Pfaffenhofen wird in Zukunft ein verstärktes Augenmerk auf seine „Töchter“ legen. Wie der Landkreischef mitteilte, soll das Beteiligungsmanagement, das bisher in der Kreisfinanzverwaltung mit einer 0,5-Stelle angesiedelt war, künftig mit einer Vollzeitstelle im Büro des Landrats wahrgenommen werden. Gleichzeitig soll der Stelleninhaber die Funktion des persönlichen Referenten des Landrats erfüllen. Dies sei bei vielen Gebietskörperschaften momentan üblicher Standard, so der Landrat. Damit trage man der Bedeutung und Mehrung der Aufgaben in diesem Bereich Rechnung. Im Finanzhaushalt des Landkreises ist eine entsprechende Position vorgesehen.

Wie der Landrat weiter mitteilte, ist für diese herausragende Position der frühere Kreisrechnungsprüfer und jetzige Co-Geschäftsführer der Ilmtalklinik Christian Degen vorgesehen, der immer die Rückkehrmöglichkeit ins Landratsamt als Option offen gehalten hat. Dieser habe hervorragende verwaltungsrechtliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse und eine langjährige Verwaltungserfahrung. Der Landrat bezeichnet die Personalie Degen als günstige Option. Er kenne sowohl das Landratsamt als auch die Beteiligungen des Landkreises –insbesondere die Ilmtalklinik- sehr gut. Gerade um letztere werde sich Degen auch in Zukunft in Zusammenarbeit mit dem Landrat als Aufsichtsratsvorsitzenden „intensiv kümmern“.

Die Gestaltung des personellen Übergangs wird Landrat Martin Wolf den zuständigen Kreisgremien bei den nächsten Sitzungen vorstellen. Dem Landrat ist ein sachgerechter Ausgleich wichtig. Der Landkreis brauche im Haus eine zentrale Anlauf-, Koordinierungs- und Steuerungsstelle mit erweiterten Kompetenzen. Die Arbeit bei der Betreuung der über 20 Beteiligungen des Landkreises an Körperschaften und Gesellschaften des öffentlichen und privaten Rechts sei in den letzten Jahren immer intensiver und wichtiger geworden. Entsprechend umfangreicher sei die Vor- und Nachbereitung von Terminen.

Der persönliche Referent soll den Landrat auch zu den wichtigen Sitzungen und Besprechungen begleiten. Als Beispiele nannte der Landrat das Gesundheitswesen, den Abfallwirtschaftsbetrieb, den regionalen Planungsverband und den Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Ingolstadt. „In allen Bereichen geht es um Herausforderungen der Zukunft und viel Geld“, betonte der Landkreischef. Das habe man in den letzten Jahren deutlich bei der Entwicklung der Ilmtalklinik gesehen. Wichtige "Mega-Themen" wie die Digitalisierung, der soziale Wohnungsbau und der öffentliche Personennahverkehr müssten vorangetrieben werden, um auch in Zukunft im Landkreis gut aufgestellt zu sein. Insofern hätten sich die Schwerpunkte der Arbeit im Vergleich zu früheren Jahren „deutlich verändert“.

Ferner erwarten die Kreisräte nach Ansicht des Landrats zu Recht, über die Diskussionen, Arbeitsinhalte und Entscheidungen in den zentralen Themenfeldern noch mehr informiert und eingebunden zu werden. Es sei daher geplant, die Strukturen und die Aufgabenverteilung weiter zu verbessern. Ferner werde man die Steuerung und den Ablauf von Prozessen im täglichen Verwaltungsablauf überdenken. Landrat Martin Wolf ist sich sicher, dass durch diese Schwerpunktbildung und die künftige Aufgabenverteilung ein erheblicher Mehrwert für alle betroffenen Bereiche und die gesamte Kreisverwaltung entstehen werde. Die neue Stelle habe insbesondere die Aufgabe, die Kommunikation und den Informationsfluss zwischen dem Landkreis und den betroffenen Organen und hier insbesondere zu den Kreisräten zu gewährleisten, die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zu begleiten und zu fördern sowie den Einfluss des Landkreises auf die Beteiligungen sicherzustellen.