Bündnis für Familie stellt neue Pflegebroschüre vor

16.06.2017: Die Arbeitsgruppe „Pflege, Inklusion, Behinderung“ des Bündnisses für Familie hat eine Broschüre erarbeitet, die über alle wichtigen Themen im Bereich der häuslichen Pflege im Landkreis Pfaffenhofen informiert.

v.l.n.r: Thomas Dlogusch, Doreen Leonhardt, Helga Inderwies, Anton Westner (Stellvertreter des Landrats), Waltraud Wagner, Sonja Preller und Luitgard Starzer.
Die Schrift wurde jetzt dem Stellvertreter des Landrats Anton Westner übergeben und im Detail vorgestellt. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte die Arbeitsgruppe eine Serie von Artikeln zu diesem Thema erarbeitet. Diese wurden nun der neuen Gesetzeslage angepasst und ergänzt.

„Seit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes II sind viele allgemeine Informationen im Umlauf, aber nie in der Art, dass sie Bezug auf den Landkreis Pfaffenhofen nehmen. Von interessierten Bürgerinnen und Bürgern war daher bislang immer noch jede Menge Eigenrecherche gefragt. Mit dieser Broschüre steht die gesamte notwendige Information gesammelt zur Verfügung“, freut sich Anton Westner über die äußerst gelungene und hilfreiche Broschüre und dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement bei der Erstellung.

Folgende Themen werden in der Broschüre aufgegriffen:

1. Pflegebedürftig – was nun? (Welche Anlauf- bzw. Beratungsstellen gibt es im Landkreis, wie wird der Grad der Pflegebedürftigkeit festgestellt?)
2. Wie können Pflegeleistungen eingesetzt werden? (Pflegegeld/Pflegesachleistung)
3. Verhinderungspflege – Kurzzeitpflege (Kurzzeitpflegemöglichkeiten im Landkreis)
4. Entlastungsleistungen – Tagespflege (Wer bietet Entlastungsangebote an, wo gibt es Tagespflegeplätze?)
5. Pflegehilfsmittel – Wohnraumanpassung (Hilfsmittel zum Verbrauch, techn. Hilfsmittel, Zuschussmöglichkeiten bei Wohnraumanpassungsmaßnahmen, Beratungsstellen)
6. Arbeitnehmerrechte (Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit, Familienpflegezeit)
7. Besonderheiten bei der Pflege von Kindern (spezielle Beratungsstellen, Kurzzeitpflegemöglichkeiten)

Zudem werden weitere Informationsmöglichkeiten im Landkreis Pfaffenhofen, aber auch auf Bayern- bzw. Bundesebene benannt. „Keiner sollte sich scheuen, z.B. das Bürgertelefon zur Pflegeversicherung des Bundesministeriums für Gesundheit oder die Leitstelle Pflegeservice Bayern zu kontaktieren.

Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass man dort eine schnelle und kompetente Beratung erhält“, so Luitgard Starzer, Koordinatorin des Bündnisses für Familie im Landkreis Pfaffenhofen. Besonders hilfreich sei auch der Einschätzungsbogen, der zusammen mit einer Checkliste auf den Besuch des medizinischen Dienstes vorbereiten soll.
Luitgard Starzer: „Der Arbeitsgruppe war wichtig, die Themen so aufzubereiten, dass sie auch für Laien leicht verständlich sind.“
Soweit es zu den einzelnen Themen spezielle Anlaufstellen im Landkreis gibt, würden diese benannt werden. Das sei eine Besonderheit, die es bislang in der Form nicht gab.

Zudem habe die Arbeitsgruppe zu jedem Thema wichtige Tipps erarbeitet, die für pflegende Personen möglicherweise sofort nicht offensichtlich sind. Diese werden unter „Gut zu wissen“ dargestellt. „Nehmen Sie die aufgeführten Anlaufstellen zur Beratung in Anspruch. Wer sich von Anfang an gut informiert, kann auf lange Sicht Zeit, Geld und Kräfte schonen, die bei der Pflege von Angehörigen dringend notwendig sind“, so der einhellige Apell der Arbeitsgruppenmitglieder.

Die neue Pflegebroschüre ist im Landkreis Pfaffenhofen bei allen Gemeinden, allen Beratungsstellen, wie z.B. Caritas Pfaffenhofen oder Regens Wagner Offene Hilfen, allen Alten- und Pflegeheimen sowie bei den ambulanten Pflegediensten kostenlos erhältlich.

Pflegebroschüre


Zusätzlich kann die Broschüre auf der Internetseite des Landkreises unter https://www.landkreis-pfaffenhofen.de/LEBEN/BuendnisfuerFamilie/NeuigkeitenundInformationen.aspx heruntergeladen werden.