Im UmeltpaktBayern steckt viel Potenzial

13.02.2013: Der „Umweltpakt Bayern“ und weitere Fördermöglichkeiten bei betrieblichen Investitionen zur Einsparung von Ressourcen oder Energie waren kürzlich Thema beim Unternehmerfrühstück. Die Business Akademie Hallertau und das Referat für Wirtschaftsentwicklung des Landkreises Pfaffenhofen

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Der „Umweltpakt Bayern“ und weitere Fördermöglichkeiten bei betrieblichen Investitionen zur Einsparung von Ressourcen oder Energie waren kürzlich Thema beim Unternehmerfrühstück. Die Business Akademie Hallertau und das Referat für Wirtschaftsentwicklung des Landkreises Pfaffenhofen hatten Unternehmer zu einem Vortrag mit anschließendem Gedankenaustausch in das Hopfenmuseum Wolnzach eingeladen.

Der Umweltpakt Bayern, eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft, beruht auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation. Unternehmen verpflichten sich freiwillig, energieeffiziente und umweltschonende Verfahren und Technologien einzusetzen. „Der Beitritt Ihres Unternehmens zum Umweltpakt bringt einen Imagegewinn für Ihr Unternehmen, der nicht unterschätzt werden sollte“, erklärte Energiefachberater Hans Seitz aus Ingolstadt den etwa 60 anwesenden Firmenvertretern. Es gehe aber um mehr als eine reine Etikettierung des Betriebes mit dem Umweltpakt-Logo aus Marketing-Gründen.

Vielmehr stoße der Einstieg in den Umweltpakt einen Prozess in Gang, sich mit den Themen Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfallaufkommen oder Rohstoffeinsatz gezielt zu befassen – wobei bei Energie nicht nur die Heizung gemeint ist. „Da kann es durchaus sinnvoll sein, die Beleuchtung in einer Produktionshalle, der vorgezogene Ersatz einer alten Maschine oder den Benzinverbrauch einer Fahrzeugflotte unter die Lupe zu nehmen“.

Der Zeitaufwand für eine solche Untersuchung ist laut Dipl.Ing. Petra Herzog geringer als man meint: „Eine erste Initialberatung nimmt gerade einmal zwei Beratertage in Anspruch. Dafür muss der Unternehmer lediglich die bisherigen Verbrauchsrechungen oder die Anlagenbeschreibungen der eingesetzten Maschinen für den Energieberater heraussuchen“, erklärte die Sachverständige. „Den Rest macht der Berater.“

Werden tatsächlich Schwachstellen aufgespürt und der Unternehmer neugierig, was zu tun ist und wie viel man denn einsparen könnte, gibt er eine Detailplanung in Auftrag (bis zu zehn Beratertage). Die Kosten dafür reduzieren sich durch Zuschüsse von Seiten der KfW auf 320 Euro für die Erstberatung und ca. 3000 Euro für die Detailplanung.

„Die Kostenersparnis dagegen kann deutlich höher ausfallen“, erklärte Herzog und zitierte hierzu Beispiele aus der Praxis. Und die Investitionskosten für diese Maßnahmen? Auch hier hatten die Referenten interessante Tipps im Koffer: Bei einer Ersatzinvestition, die wenigstens 20 % weniger Energie verbraucht als zuvor, gibt es Kredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu einem unschlagbaren Zins ab etwa 1 %, je nach Branche und Bonität des Unternehmens. „Bei einer Kostenersparnis von 20.000 Euro pro Jahr haben Sie einen entsprechenden Kredit für die Investition schnell wieder getilgt“, fasste Hans Seitz zusammen.
 
Derzeit beteiligen sich bereits 62 Unternehmen im Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm am Umweltpakt Bayern dabei.

Weitere Informationen gibt’s unter www.umweltpakt.bayern.de, www.kfw.dewww.lfa.de und www.izu.bayern.de.

Der Energiefachberater Hans Seitz hält im Auftrag des Landkreises Pfaffenhofen öffentliche Energiesprechstunden ab. Die nächsten finden am 20. Februar 2013 in Manching und am 11. März 2013 Rentamt in Pfaffenhofen statt (www.landkreis-pfaffenhofen.de/LEBEN/Energie/Energieberatung.aspx).

Peter Sauer (Business Akademie), Bernd Huber (Wirtschaftsbeirat), Petra Herzog und Hans Seitz (Energiefachberater) und Johannes Hofner (Wirtschaftsentwickler Landkreis Pfaffenhofen, v.l.n.r.) begrüßten die Firmenvertreter zum Unternehmerfrühstück in Wolnzach.