Strom wird teurer

01.03.2016: Wie Doris Rottler, zuständig für Energie und Klimaschutz am Landratsamt Pfaffenhofen mitteilt, wird Strom im Jahr 2016 für viele Verbraucher teurer, weil die EEG-Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien und die Netzentgelte steigt.

Geld
„Die EEG-Umlage bildet sich aus der Differenz zwischen zwischen dem Marktpreis, der auf der Strombörse erzielt wird, und dem Vergütungspreis für den Strom, den die Betreiber von Ökostrom-Anlagen für jede eingespeiste Kilowattstunde erhalten. Diese Differenz wird auf die Stromendverbraucher umgelegt“, erläutert die Energieexpertin. Das bedeute für eine 4-köpfige Familie höhere Stromkosten von rund acht Euro im Jahr. Strom sparen mache sich also 2016 mehr denn je bezahlt.

Ein 3-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus verbraucht beispielsweise jährlich im Schnitt 3.000 Kilowattstunden Strom. Ein Viertel davon geht allein auf das Konto von Fernseher, Radio, Computer, Smartphone und Co. Das liegt vor allem an der stetig wachsenden Zahl der Geräte im Haushalt und an der längeren Nutzungsdauer. „Kühl- und Gefriergeräte sowie Waschmaschine und Wäschetrockner bieten ebenfalls ein großes Einsparpotential. Hier zahlt sich vor allem der Einsatz energieeffizienter Geräte aus“, so Doris Rottler.

Laut dem Stromspiegel, einem breiten bundesweiten Bündnis von Verbraucherorganisationen, Wirtschaftsverbänden, Energieagenturen und Forschungseinrichtungen, kann ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt jährlich 1.200 Kilowattstunden (kWh) Strom sparen. Das entspricht etwa 350 Euro oder 740 Kilogramm CO2.

Doris Rottler: „Der erste Schritt zum Sparen ist, sich einen Überblick über den eigenen Verbrauch zu verschaffen und Vergleichswerte zur Abschätzung des Verbrauchs heranzuziehen. Verbraucher sollten deshalb regelmäßig ihre Stromzählerstände ablesen und notieren. Als zweiten Schritt empfiehlt es sich, die Energieverbrauchsdaten der einzelnen Haushaltsgeräte zu dokumentieren. Strommessgeräte können beispielsweise in der Kreisbücherei ausgeliehen werden.“