Integration im Landkreis Pfaffenhofen

24.10.2018: Das Sachgebiet Integration am Landratsamt Pfaffenhofen organisiert derzeit „berufsbezogene Sprachkurse vor Ort“.

Über den Start des berufsbezogenen Sprachkurses in Wolnzach freuen sich die Lehrerin Beate Niedermeier (Erste von links), Heike Wiethop vom bfz PAF (Zweite von links) u. der in Wolnzach tätige Integrationsberater des LRA Peter Schleibinger (ganz rechts)

„Sprache ist der Schlüssel für Integration. Wir freuen uns sehr, dass durch das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten ein „berufsbezogener Sprachkurs vor Ort“ in Wolnzach organisiert werden konnte“, freut sich Christine Pietsch, Leiterin des Integrationssachgebiets am Landratsamt Pfaffenhofen a.d.Ilm.

In Wolnzach startete am 15.10.2018 ein B1-Sprachkurs, der vom bfz Pfaffenhofen abgehalten wird. Der Unterricht findet zweimal in der Woche über 3 Stunden statt.

Wann können „berufsbezogene Sprachkurse vor Ort“ stattfinden?
Die „vor-Ort“ Kurse sind bereits ab sieben Teilnehmern mit gleichen Ausgangsvoraussetzungen möglich. Sie werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) neben einer Reihe von weiteren Voraussetzungen nur in Regionen zugelassen, die als Region mit geringem Teilnehmerpotenzial eingestuft werden. Auf den Landkreis Pfaffenhofen trifft dies nun zum dritten Mal zu. Da die Regelung nur für ein Quartal gilt, war schnelles Handeln notwendig. Galina Römmert-Rühle, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, informierte und koordinierte die Beteiligten: Den Regionalkoordinator des BAMF, die Ausländerbehörde, den Bildungsträger, die Integrationsberater des Landratsamtes und weitere Stellen.

„Die Kleingruppenregelung hat Vor- und Nachteile: Ein Vorteil ist, dass sieben Teilnehmer mit gleichen Ausgangsvoraussetzungen zum Kursstart leichter zu finden sind. Ein wesentlicher Nachteil ist, dass für den erfolgreichen Abschluss während der Kursdauer niemand aufhören darf“, führt Galina Römmert-Rühle aus.

Es sind weitere Kurse in Landkreisgemeinden möglich; denkbar ist es auch, mehrere Gemeinden zusammen zu fassen. „Natürlich gibt es Organisationsaufwand für eine Sondergenehmigung, wenn man die Kurse außerhalb der eigenen Schulungsräume abhält. Aber es freut uns, dass die Regionalkoordinatoren vom BAMF auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen und es uns ermöglichen“, führt Heike Wiethop aus, die das bfz in Pfaffenhofen leitet.

Wer kann daran teilnehmen?
1. Arbeitsuchende oder arbeitsloste Personen mit Migrationshintergrund und einem Bedarf an sprachlicher Qualifizierung, die Integrationskursanspruch ausgeschöpft haben oder entsprechende Deutschkenntnisse mitbringen
2. Bürgerinnen und Bürger der EU
3. Auszubildende unabhängig vom Herkunftsland,
4. Personen, die gerade das Anerkennungsverfahren für ihren Berufs- bzw. Ausbildungsabschluss durchlaufen

Wer erteilt Auskunft?
Ansprechpartnerin ist die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Galina Römmert-Rühle (Tel. 08441 27-2962; E-Mail galina.roemmert-ruehle@landratsamt-paf.de)