Sozialhilfeausgaben im Landkreis bleiben stabil

17.02.2017: Die Nettobelastung in der Sozialhilfe betrug für den Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm als örtlicher Träger der Sozialhilfe im Jahr 2016 rund 285.000 Euro.

Geld
„Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr auf den ersten Blick einen enormen Rückgang um 280.000 Euro“, berichtet Sozialamtsleiter Siegfried Emmer im Rahmen der Vorstellung seines Berichts für das Jahr 2016. Wie der Sozialamtsleiter erläutert, beruhe dieser immense Rückgang aber hauptsächlich auf buchungstechnischen Gründen im Einnahmebereich. „Die Abrechnungen in der ambulanten und stationären Krankenhilfe mit dem Bezirk Oberbayern hatten sich beim Jahreswechsel überschnitten und verfälschten so das Ergebnis - in negativer Form für das Jahr 2015 und in positiver Form für das Jahr 2016“, so Emmer.

Diese Überschneidungen treten in den letzten Jahren regelmäßig auf. Bei Betrachtung der reinen Ausgaben im Verlauf der letzten Jahre sind in 2016 aber tatsächlich die Ausgaben unter das Niveau der letzten vier Jahre gesunken. Die laufenden Leistungen in der Hilfe zum Lebensunterhalt sind von rund 297.000 Euro in 2015 auf ca. 28.000 Euro in 2016 gesunken. Siegfried Emmer: „Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sich die Fallzahlen von 83 auf 53 reduziert haben.“  

Die Aufwendungen des Landkreises Pfaffenhofen für die Grundsicherung Arbeit für Langzeitarbeitslose (Kosten der Unterkunft) haben sich im letzten Jahr um 465.000 Euro oder knapp 19 % gegenüber 2015 reduziert. Die Kosten lagen zum Jahresende bei rund 2,0 Mio. Euro. Hauptursache hierfür sind vor allem der anhaltend hohe Beschäftigungsgrad in der Region und die rückwirkende Erhöhung des Erstattungsanteils des Bundes für diese Kosten. Wie der Leiter des Sozialamts weiter berichtet, sind auch die Aufwendungen für die Grundsicherung im Alter und für Erwerbsunfähige (jeweils Kosten für Lebensunterhalt und Unterkunft) wieder zurückgegangen. 

Diese beliefen sich im Jahr 2016 auf insgesamt rund 1,9 Mio. Euro. Gegenüber 2015 bedeutet dies eine Reduzierung der Kosten um rund 200.000 Euro oder ca. 10 %. „Die Gründe liegen hier überwiegend in der nur moderat ausgefallenen Regelsatzerhöhung sowie den in 2016 noch weitgehend niedrigen Heizölpreisen. Aber auch die Zahl der laufenden Fälle hat sich um 15 auf nunmehr 406 reduziert“, so Siegfried Emmer.  

Der Bund übernimmt seit 2014 aber die gesamten Kosten für Grundsicherung Alter und bei Erwerbsunfähigkeit, so dass der Landkreis letztendlich im Bereich dieser Hilfen keine Kosten zu tragen hat. Die Ausgaben für Asylbewerber, die der Freistaat Bayern trägt, sind im letzten Jahr nur mehr leicht um 3 % gestiegen. Sie betrugen zum Jahresende 2016 rund 6,03 Mio. Euro (2015: rund 5,85 Mio. Euro). 

Zum Jahresende 2016 waren insgesamt 1.316 Personen in 72 dezentralen Asylunterkünften im Landkreisgebiet sowie zusätzlich 87 Personen in der ehemaligen Max-Immelmann-Kaserne untergebracht. Hinzu kommen noch 69 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in separaten Wohnformen.