Das Kuratorium der Kreisbücherei tagte erstmals

08.06.2017: Kürzlich fand in der Kreisbücherei Pfaffenhofen die erste Kuratoriumssitzung statt.

Kreisbücherei
Diesem gehören neben Vertretern der Schulen auch Mitglieder des Kreistags an. Aufgabe des neuen Gremiums ist es nach den Worten des Vorsitzenden Karl Huber, über die strategische Ausrichtung der Bibliothek zu beraten und Neustrukturierungen sachlich zu begleiten.

Besonders interessant sei dabei der „Blick von außen“ auf die Bibliothek und auch die Berücksichtigung der Interessen der Schulen als wichtige Nutzer. Gerade die zweifache Ausrichtung der Kreisbücherei für die Schulen und die Öffentlichkeit mache öfter einen „Spagat notwendig, um alle Nutzerinteressen unter einen Hut zu bringen“. Sie müsse sowohl den fachlichen Anforderungen aus dem Unterricht als auch den Ansprüchen der städtischen und landkreisweiten Leserschaft gerecht werden.

Da sehr viele Schüler aber auch Erwachsene die Bücherei besuchen, besteht ein unterschiedlicher Bedarf. „Der Bestand der Kreisbücherei Pfaffenhofen besteht zu 39 % aus Sachbüchern, was sehr hilfreich für Schüler ist. Andererseits halten wir auch für die öffentliche Leserschaft interessante Medien bereit, wie Romane, Hörbücher und E-Books“, erläuterte Stephan Ligl, der die Bücherei seit einem Jahr leitet.

Der neue Büchereileiter Stephan Ligl gab einen Rückblick auf die „Wurzeln“ der Bücherei, ihre Entwicklung im Laufe der Jahre sowie die Aufgabenteilung zwischen Kreis- und Stadtbücherei. Seit der Gründung im Jahre 1975 sind die vorhandenen Medien von 11.000 auf ca. 58.000 angestiegen. Jedes Jahr werden 3000 Medien durch neue ersetzt, das heißt aber nicht, dass die alten Bücher einfach „entsorgt“ werden. Diese werden auf dem Bücherflohmarkt im Herbst verkauft oder an Büchereikunden verschenkt. Der Büchereileiter erläuterte, die bibliotheksfachlich üblichen Kriterien zur Aussonderung von Medien.

Seit dem vergangenen Jahr ergibt sich ein Aufwärtstrend bei den Verleihzahlen. „Diese Entwicklung dürfte sich auch 2017 fortsetzen“, so Stephan Ligl. Sachmedien die nicht im Bestand seien, können über die Fernleihe bestellt werden. Dieses Serviceangebot wird immer mehr in Anspruch genommen, ebenso wie die OnLeihe und der Zugriff auf Datenbanken unter Munzinger.de.

„Die Bibliothek sei auch dem gesellschaftlichen und technischen Wandel unterworfen“, so Stephan Ligl. Mittlerweile stehen selbstverständlich Computer, Laptops, E-Book Reader und WLAN zur Arbeit in der Bücherei zur Verfügung. Verschiedene begleitende Angebote sollen auch in Zukunft die Attraktivität der Kreisbücherei erhöhen.

Auch künftig stehen Autorenlesungen und Leseprojekte für Kinder wie beispielsweise der Sommerferien-Leseclub auf dem Programm. In Zukunft werden Kunden ihre Medien rund um die Uhr – auch nachts und am Wochenende – abgeben können, durch einen Buchrückgabekasten vor der Kreisbücherei.