Frauenpower beim 6. Job-Dating in Pfaffenhofen – Frauen zurück ins Berufsleben

27.11.2017: „Hier kann wirklich Jede was“, so lautete der erste Eindruck im Nachgang zu der Veranstaltung „Frauen zurück ins Berufsleben“.

Mitinitiatorin Elke Christian, Leiterin der IHK Geschäftsstelle Ingolstadt begrüßte die 50 Wiedereinsteigerinnen bei „Frauen zurück ins Berufsleben Foto: KUS.

Knapp 50 „Multitaskingmangerinnen“ sind der Einladung der Allianz für Fachkräfte gefolgt und nahmen am sechsten Job-Dating im Pfarrheim Pfaffenhofen teil. Auch in diesem Jahr war es wieder das erklärte Ziel der Veranstalter, dem Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm (KUS), der IHK und der Agentur für Arbeit, Frauen bei der Rückkehr in die Arbeitswelt zu unterstützen.

Als „stille Reserve“ bezeichnete KUS-Vorstand Johannes Hofner die anwesenden Job-Anwärterinnen in seiner Begrüßung. In ihnen schlummere ein Potenzial, welches in den Betrieben händeringend benötigt werde. „Mit diesem Format wollen wir die Möglichkeit zum unkomplizierten, persönlichen Kontakt mit regionalen Firmen bieten. Für unsere Unternehmen ist das eine Hilfestellung freie Stellen mit qualifizierten Fachpersonal zu besetzen“, erklärte Hofner.

Eine bereits erfolgreiche Wiedereinsteigerin aus dem Vorjahr, Britta Lemloh, machte den Teilnehmerinnen „Mut für mehr Mut“. In ihrem persönlichen Erfolgsbericht erzählte sie, wie sie ihre Rückkehr in die Arbeitswelt geschafft hat. Die Mutter von zwei Jungs ist vor fünf Jahren nach Bayern gezogen. Der Neustart in den Beruf war anfangs holprig und führte letzten Endes über Umwege zum KUS Landkreis Pfaffenhofen. „Ich war mutig. Eigentlich bin ich ursprünglich aus dem Bereich Marketing und war nur für Großkonzerne tätig. Jetzt bin ich im Bereich Tourismus in einem kleinen Team. Ein Anfangs völlig fremdes Aufgabengebiet, aber man kann alles lernen“.

Damit signalisierte sie den Wiedereinsteigerinnen, dass man sich auch für Stellen bewerben solle, die auf den ersten Blick nicht vollständig zum eigenen Jobprofil passen. Ebenso ermunterte Lemloh, kleine und mittelständische Betriebe besonders in Erwägung zu ziehen. „Regional zu arbeiten, in einem kleinen aber flexiblen Team, ermöglicht mir jetzt Familie und Beruf perfekt unter einen Hut zu bekommen. Das ist für mich pure Lebensqualität!“ Seit einem Jahr ergänzt Lemloh das Team von Johannes Hofner.

„Wir konnten im letzten Jahr zwei Fachkräfte über diese Veranstaltung gewinnen. Eine wahre Bereicherung“, schwärmte Hofner, vebor er die diesjährigen Job-Dating-Runden eröffnete. Den 50 Job-Anwärterinnen stellten sich elf Betriebe aus dem Landkreis mit verschiedenen Stellen zu unterschiedlichen Zeitmodellen vor.

Unter der Anleitung der erfahrenen Moderatorin Gabriele Fleck-Gottschlich war bei allen drei Dating-Runden kein Tisch unbesetzt. „Wir sind nach wie vor begeistert von diesem Format“, sagte auch Elke Christian, Leiterin der IHK Geschäftsstelle Ingolstadt. „Man hat zwar pro Runde nur wenig Zeit um sich mit den Bewerberinnen auszutauschen, aber diese Minuten sind weit aussagekräftiger als jeder Lebenslauf“, resümiert Christian Kreitmair von der Nadler Straßentechnik GmbH. Ein „Wiederholungstäter“ auf der Veranstaltung.

„Wir sind fast jedes Jahr dabei, denn die Veranstaltung ist eine gute Möglichkeit an herausragendes Personal zu kommen“, so Kreitmair weiter. Er sei sehr dankbar, dass dadurch Fachwissen im Landkreis bleibe und nicht an Großstädte verloren gehe. Dieser Meinung schlossen sich in der Abschlussrunde die weiteren Betriebe an und waren durchwegs positiv gestimmt, gute Kontakte geknüpft zu haben und die Eine oder Andere Stelle besetzen zu können.

Auch unter den Wiedereinsteigerinnen waren die Rückmeldungen positiv: „Eine sehr informative Veranstaltung. Die lockeren Gespräche in der Gruppe haben mir meine kalten Hände und die Nervosität zu Beginn der Veranstaltung schnell genommen!“ Es sei stets angenehm gewesen in der Gruppe zu sein, dass habe einen geschützen Rahmen unter Gleichgesinnten geboten. Auch das große Verständnis der Unternehmen für die familiäre Situation sei herausragend gewesen.

„Hier sind nur Unternehmen, die von Anfang an wissen worauf sie sich einlassen. Sie gehen ohne Vorurteile in die Gespräche und bieten gleich von Anfang an flexible Arbeitsmöglichkeiten“, waren weitere Stimmen zu der Veranstaltung. Die Frauen sollen die Erfahrung mitnehmen und es als einzigartige Gelegenheit sehen, sich bei Vorstellungsgesprächen auszuprobieren, meinte Fleck-Gottschlich. „Bleiben Sie positiv. Bei den guten Qualifizierungen die Sie haben, wird sich sicher bald etwas Passendes finden“, schloss die Moderatorin die Veranstaltung ab.

Motiviert und mit neuen Tatendrang gingen die Job-Anwärterinnen an diesem Donnerstag nach Hause, um die ersten Bewerbungen aufzusetzen. Wer die Gelegenheit verpasst hat, an der Veranstaltung „Frauen zurück in den Beruf“ teilzunehmen, der kann sich über XING „Wirtschaftsraum Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm“ in das Forum „Frauen zurück in den Beruf“ eintragen und diese Austauschplattform nutzen.

50 Teilnehmerinnen und elf regionale Unternehmen knüpften bei den Job-Dating-Runden wertvolle Kontakte Foto: KUS.

50 Teilnehmerinnen und elf regionale Unternehmen knüpften
bei den Job-Dating-Runden wertvolle Kontakte
Foto: KUS.