Der Grundstücksmarktbericht dokumentiert den Preisanstieg

08.01.2019: Den Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2017 hat kürzlich der am Landratsamt Pfaffenhofen a. d. Ilm tätige Gutachterausschuss für Grundstückswerte veröffentlicht.

v.l.n.r Edmund Ferstl stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses, Anita Eisenmann Geschäftsführung des Gutachterausschusses und Landrat Martin Wolf
Anknüpfend an die im Vorjahr erschienene Erstauflage gibt dieser Bericht einen Überblick über die Immobilienverkäufe im Jahr 2017 und informiert über aktuelle Preisentwicklungen im Landkreis. Jeder Interessierte kann den umfangreichen, insgesamt 70 Seiten umfassenden Grundstücksmarktbericht bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in gedruckter Form erwerben. Die Kosten dafür belaufen sich auf 40 €. Der Bericht ist nur als Ganzes erhältlich, Einzelauskünfte daraus werden nicht erteilt.

Ein Bestellformular gibt es auf der Internetseite www.landkreis-pfaffenhofen.de.

Dazu der Vorsitzende des Ausschusses, Kreisbaumeister Gunther F.-L. Hasse: „Da der Bericht teilweise auch auf früheres Datenmaterial zurückgreift, werden in manchen Bereichen Vorjahresvergleiche ermöglicht und Trends veranschaulicht. Der Marktbericht bietet somit eine wertvolle Orientierungs- und Entscheidungshilfe für interessierte Marktteilnehmer und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Transparenz am Grundstücksmarkt“.

Der Schwerpunkt des Berichts 2017 liegt aufgrund der Marktsituation bei den unbebauten Grundstücken auf dem Sektor Wohnbau– und Gewerbebauland und bei den unbebauten Grundstücken auf den Ein– und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen. Die Daten und Auswertungen basieren nach Mitteilung des Landratsamts auf der Kaufpreissammlung der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Während der Grundstücksmarkt im Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm im Jahr 2017 eine leicht sinkende Anzahl an Urkunden sowie einen insgesamt leicht sinkenden Geldumsatz verzeichnete, ist der Flächenumsatz im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. „Bei den Verkäufen von unbebauten Grundstücken macht das baureife Unland sowohl zahlenmäßig als auch beim Geldumsatz weiterhin den größten Anteil aus“, so Kreisbaumeister Hasse. Hierbei setze sich der Trend des seit 2012 ansteigenden Preisniveaus sowohl beim Wohnbauland als auch bei den landwirtschaftlich genutzten Flächen fort.

Das Preisniveau für gewerbliches Bauland ist im Jahr 2017 ebenfalls gestiegen. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser machen dem Bericht zufolge weiterhin den größten Anteil der Verkäufe sowie des Geldumsatzes von bebauten Grundstücken aus, gefolgt von Reihenhäusern und Doppelhaushälften.

In der Kategorie der bebauten Grundstücke ist der Geldumsatz 2017 zum ersten Mal seit 2012 wieder rückläufig und auch die Anzahl der Verträge geht 2017 weiterhin zurück. Beim Wohnungs- und Teileigentum ist die Anzahl der Urkunden 2017 ebenfalls gesunken, der Geldumsatz hingegen gestiegen. Im Mittel steigen die Kaufpreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser seit über sechs Jahren sowohl im Wiederverkauf als auch im Bereich des Neubaus an.

Ebenso verhält es sich im Bereich des Wohnungseigentums. Der durchschnittliche Kaufpreis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus im Landkreis lag im Jahr 2017 im Wiederverkauf bei 450.000 € und rund 530.000 € bei neu errichteten Häusern. Der Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen lag im Durchschnitt bei ca. 2890 € je Quadratmeter und für Neubauwohnungen bei 3897 € je Quadratmeter.

Kreisbaumeister Gunther F.-L. Hasse: „Neben einer Darstellung der Marktsituation und der Marktentwicklung sowie einer Wiedergabe durchschnittlich bezahlter Wohn– und Nutzflächenpreise informiert der Bericht auch über die vom Gutachterausschuss ermittelten, sonstigen zur Wertermittlung erforderlichen Daten sowie Indexreihen, Vergleichsfaktoren für bebaute Grundstücke und Liegenschaftszinssätze. Er kann jedoch keine gutachterliche Verkehrswertermittlung im Einzelfall ersetzen.“

Parallel zu diesem Grundstücksmarktbericht wird Mitte des Jahres die Bodenrichtwertliste zum Stichtag 31.12.2018 veröffentlicht.