Grabenpflege

Gräben sind nicht nur Entwässerungsrinnen, sondern auch Überlebensnischen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Als künstlich geschaffene Wasserläufe bedürfen sie zu ihrer Erhaltung aber auch wiederkehrender Unterhaltungsmaßnahmen. Dabei gilt es die Funktionen für Entwässerung und Biotopwert möglichst in Einklang zu bringen. Mit etwas Rücksicht auf den Rhythmus der Natur sind Ökologie und Nutzung hier keine unversöhnlichen Gegensätze.

Eine Grabenräumung mittels Grabenfräse wirkt sich insbesondere bei wasserführenden Gräben erheblich nachteilig auf die daran gebundene Pflanzen- und Tierwelt aus. Insbesondere für Wirbeltiere wie Frösche, Lurche, Kleinsäuger verursacht die Fräse eine sehr hohe Tötungs- und Verletzungsrate. Seit 01.09.1998 ist deshalb nach dem Bayer. Naturschutzgesetz der Einsatz der Grabenfräse an wasserführenden Gräben generell verboten (Art. 6d Satz 3 BayNatSchG). Eine Ausnahme kann auf Antrag zugelassen werden, wenn durch die Grabenräumung keine erheblichen Beeinträchtigungen für den Naturhaushalt, insbesondere für die Tierwelt eintreten (Art. 6d Satz 4 BayNatSchG).

Der Einsatz an nicht wasserführenden Gräben ist mindestens einen Monat vorher dem Landratsamt als Untere Naturschutzbehörde anzuzeigen (Art. 6d Satz 1 BayNatSchG). Seitens des Landratsamtes besteht in diesem Fall je nach Betroffenheit des Naturhaushaltes die Möglichkeit binnen zwei Wochen nach Eingang der Anzeige den Einsatz zu untersagen oder Auflagen zur Minimierung und zur Kompensation der nachteiligen Beeinträchtigungen anzuordnen (Art 6d Satz 2 BayNatSchG).

Wasserführende Gräben mit ihren Ufer- und Randzonen bieten der heimischen Flora und Fauna, die auf feuchte Standorte angewiesen ist, wertvollen Lebensraum. Sie stellen in unserer intensiv genutzten Landschaft häufig die letzten Rückzugsgebiete und Ersatzlebensräume sowie wichtige Verbindungsstrukturen für die Ausbreitung einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt dar. Nach den wasserrechtlichen Vorschriften ist bei der Unterhaltung von Gewässern auch den Belangen des Naturschutzes Rechnung zu tragen. Hierzu gehört auch der Erhalt des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen.

Wie eine naturschonende Unterhaltung aussehen kann, darüber informiert:

• die Broschüre des Bayer. Landesamt für Umweltschutz Gräben - Lebensadern der Kulturlandschaft" . 
• das Merkblatt  „Zeitschema für eine naturverträgliche Fließgewässerunterhaltung“

Merkblätter

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