Berufsschule Pfaffenhofen

Deutsch lernen in BIKV-Berufsintegrationsvorbreitungs- und BIK-Berufsintregrationsklassen
Schuljahr 2017/18

Flüchtlinge und Migranten aus anderen EU-Ländern zwischen 15 und 21 Jahren, die ab September in eine unserer Klassen wollen, können sich ab sofort online über die Homepage der Staatlichen Berufsschule Pfaffenhofen anmelden. Voraussetzung ist, dass sie zuverlässig den täglichen Unterricht besuchen und fleißig lernen wollen.

Wir bitten zusätzlich darum, uns in einer eigenen Email über die Anmeldung zu informieren.

Evtl. haben Sie Kenntnis über folgende Sachverhalte:

  • Welchen Leistungsstand hat der Schüler bereits?
  • Kann er/sie schon etwas Deutsch? 
  • Wie viele Jahre Schulbildung z.B. in der Heimat sind vorhanden?

Das erlaubt uns eine bessere und schnellere Einteilung in die Klassen. 

Das Prinzip Berufsintegration ist es, in ca. 2 Jahren zur Ausbildungsfähigkeit zu führen oder zumindest dazu, eine Arbeit aufnehmen zu können und dazu gehört es, in der deutschen Sprache das B1-Level zu erreichen, lernen zu können, zu wollen und auch die Zuverlässigkeit und Gesundheit mitzubringen.

Staatliche Berufsschule Pfaffenhofen
Hilde Lutmayr, Betreuung der Berufsintegrationsklassen
Schleiferberg 12
Tel. +49 (0)8441 4948 0
E-Mail: verwaltung.leitung@bspaf.pfaffenhofen.de
Internet: Berufsschule Pfaffenhofen
  
   

      

Für Asylbewerber und Flüchtlinge wurden seit September 2014 vier Klassen BIJ (= Berufsintegrationsjahr) an der Berufsschule Pfaffenhofen eingerichtet. Die Schüler lernen hier, bezahlt auch vom Land Bayern, im ersten Jahr ganz intensiv 5-tägig je Woche zunächst hauptsächlich die deutsche Sprache, aber auch Mathematik, Lebensweise in Deutschland in Form von Sozialkunde und Ethik, praktischer Unterricht, usw. Schwerpunkte bei der Sprache sind Schrift, Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, allgemein und berufsbezogen. Das zweite Jahr wird von der EU gefördert über den ESF (= Europäischer Sozialfond). Hier wird weiter intensiv Deutsch gelernt, der fachliche Unterricht wird intensiviert, zusätzlich kommen Betriebspraktika an zwei Tagen in der Woche.

Ist das zweite Jahr beendet, sollte das Ziel erreicht sein, dass die Schüler ausbildungsfähig auf unserem Arbeitsmarkt sind, bzw. wenn sie sehr gut sind, auch weitere berufliche Schulen besuchen und Abschlüsse dort machen können. Es sollte sich dann also eine Berufsausbildung oder bei Leistungsschwächeren ein Arbeitsverhältnis anschließen. Im Stundenplan der ersten Klasse sind 15 Stunden DAZ (= Deutsch als Zweitsprache) ausgewiesen, die von einem Kooperationspartner, gestellt werden und in unseren Räumen unterrichtet werden.

Von unserer Schule her werden dann Mathematik-, Sozialkunde-, Ethik-, Fachpraxisstunden erteilt, sodass die Schüler insgesamt 27 Unterrichtsstunden in der Woche haben. Der Fachpraxisunterricht findet in der Schreinerwerkstatt statt (handwerklich) und in den hauswirtschaftlichen Fachräumen (Bereich Nahrung, Hauswirtschaft).

Viele Stunden davon sind geteilt, sodass die Schüler in kleinen Gruppen unterrichtet werden können.

Zusätzlich stellt der Kooperationspartner auch mehrere Stunden wöchentlich einen Sozialpädagogen, damit die Schüler zusätzlich bei Bedarf beraten oder betreut werden. Die Schüler sind hauptsächlich im Altersbereich der Berufsschulpflicht, also vorrangig von 15 -18 Jahre, erweitert können sie bis 21 Jahre aufgenommen werden, das Ziel ist, sie ausbildungsfähig für eine normale Berufsausbildung zu machen.

Die Struktur der Schüler ist sehr unterschiedlich, vom Afghanen, der die Schule kaum besucht hat, bis zum Hochschulabsolventen aus Syrien. Wir teilen die Schüler nach ihren Deutschkenntnissen in die Klassen ein und versuchen in der Klasse z.B. in Mathematik wie auch in anderen Fächern differenziert zu unterrichten. Der Anfang ist hier aber zunächst die deutsche Benennung der verschiedenen Begriffe. Auch in den praktischen Fächern ist die Praxis immer begleitet vom Wörterlernen.

Viele Schüler zeigen sich sehr motiviert etwas lernen zu können und möchten gerne Berufe lernen, haben also ein Bild von ihrer Zukunft. Dabei werden Berufe wie KFZ-Mechatroniker genannt, Installateure, Schneider, also mit einer möglichen Zukunft in der Heimat, aber auch der Wunsch wieder oder weiter studieren zu können.

Einige Schüler müssen aber auch mit unseren Arbeitsanforderungen vertraut gemacht werden wie regelmäßiges Erscheinen zum Unterricht, Pünktlichkeit, Hausaufgaben machen, Forderungen erfüllen. Sie sind oft wie alle anderen Schüler und müssen eben auch herangeführt werden.

Hilde,Lutmayr, Betreuung der Berufsintegrationsklassen