Bericht des Bildungsbüros zur Bildungskonferenz 2016

Am Mittwoch, den 23.11.2016 fand im kelten römer museum manching die erste Bildungskonferenz der Bildungsregion Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm statt.  

 

Teilnehmerkreis
Mit über 80 Teilnehmern aus den verschiedensten Bereichen der Bildungslandschaft des Landkreises, aus der Wirtschaft, von den Kammern, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Auch politische Vertreter, u.a. zahlreiche Bürgermeister der Gemeinden des Landkreises und Kreisräte, folgten der Einladung nach Manching. Nina Oppel von der Regierung Oberbayern, die für die Koordination der Bildungsregionen Bayerns verantwortlich ist, und Heike Großkurth von der Transferagentur kommunales Bildungsmanagement besuchten ebenfalls die Konferenz und nahmen verschiedene Impulse, Anregungen und Ideen mit.

Verlauf der Bildungskonferenz
Bereits vor Beginn der Bildungskonferenz nutzten die Teilnehmer beim Begrüßungskaffee die Zeit, um sich auszutauschen, bestehende Netzwerkverbindungen zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Damit wurde den Teilnehmern eine Plattform für ihre individuelle Netzwerkarbeit gegeben, was mehrheitlich als ein Mehrwert der Konferenz empfunden wurde. Nach den Grußworten von Landrat Martin Wolf, Bürgermeister Herbert Nerb und dem Leiter des Museums Dr. Wolfgang David kam der Referent der Bildungskonferenz – Dr. German Penzholz, Bildungskoordinator der Bildungsregion Ostallgäu – zu Wort. Dr. Penzholz referierte über seine Erfahrungen als Bildungskoordinator, über die Erfolge und Herausforderungen in seiner täglichen Arbeit und stellte Erfolgsfaktoren für eine Bildungsregion heraus: richtiges Netzwerken, klare Zielvereinbarungen, die gewinnbringende Nutzung von Kompetenzen und die gemeinsame Umsetzung von Projekten. Auch die enorme Bedeutung des Bildungsmonitorings stellte er dar. Er beschrieb u.a., welche unangenehmen und hemmenden Folgen eine ungenügende Angebots- und Bedarfsüberprüfung haben kann. Zudem erklärte er, dass bei der Planung von Projekten im Vorfeld zu prüfen ist, ob ausreichend Ressourcen beispielweise personeller oder zeitlicher Art für die Umsetzung vorhanden sind und ob die Finanzierung gesichert ist. Das Bildungsmonitoring ist demnach die Grundlage, auf der sich ein erfolgreiches kommunales Bildungsmanagement erst entwickeln kann.

Ergebnisse der Veranstaltung
In den drei zuvor für die Bildungskonferenz festgelegten Schwerpunkten

  • Übergänge von der Schule in das Berufsleben begleiten,
  • Kein Talent darf verloren gehen und
  • Bildung als Grundlage für Integration

wurde in Arbeitsgruppen diskutiert, um aktuelle Handlungsfelder zusammenzutragen und konkrete Optimierungspotenziale sowie erste Projektvorschläge, mögliche Netzwerkpartner in diesem Bereich oder best practice Beispiele zu sammeln.
Die Diskussionen waren thematisch breit gefächert, aber auch von individuellen Erfahrungsberichten und Einzelfallbeispielen geprägt. Jeder war eingeladen, in den Gesprächen etwas beizutragen, indem er seine Meinungen, Gedanken, Erfahrungen und Ideen in den Diskussionsrunden frei äußern konnte.
Während der Diskussionen wurden die Ergebnisse an Pinnwänden gesammelt, zusammengefasst und konkretisiert. Anschließend stellte einer aus jeder Diskussionsgruppe die Ergebnisse noch einmal für alle vor.

Zum Schluss wurden die Teilnehmer gebeten, mit Hilfe von Klebepunkten auf jeder Pinnwand das Projekt, die Herausforderung oder die Idee mit einem Klebepunkt zu versehen, welche für sie von besonderer Bedeutung ist. So hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, zu jedem Schwerpunkt eine Bewertung abzugeben und dadurch die Themen zu priorisieren.

Die Ergebnisse inklusive der Klebepunkteverteilung sind folgend dargestellt:

Schwerpunkt 1: Übergänge von der Schule in das Berufsleben begleiten

Optimierungspotenziale, welche von den Konferenzteilnehmern zusammengetragen wurden:

  • Bildungskompass (erhielt 16 Stimmen)
  • Siegel für Inklusion (erhielt 15 Stimmen)
  • Persönlichkeitsbildung (erhielt 15 Stimmen)
  • Patenprogramm für Schularten (erhielt 4 Stimmen)

Schwerpunkt 2: Kein Talent darf verloren gehen

Optimierungspotenziale, welche von den Konferenzteilnehmern zusammengetragen wurden:

  • Elternbildung (erhielt 35 Stimmen)
  • Ausbildungsabbrecher (erhielt 12 Stimmen)
  • Schulabbrecher (erhielt 5 Stimmen) ,

Schwerpunkt 3: Bildung als Grundlage für Integration

Optimierungspotenziale, welche von den Konferenzteilnehmern zusammengetragen wurden:

  • relevante Akteure an einen Tisch (erhielt 23 Stimmen)
  • Nachmittagsbetreuung in Zusammenarbeit mit den Eltern (erhielt 14 Stimmen)

Bildergalerie Bildungskonferenz 2016

  
Bildungskonferenz 2016


Weiteres Vorgehen
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird eine Gruppe von Fachleuten im „Strategieforum Bildung" Ende Januar die Ziele für die Bildungslandschaft des Landkreises für das Jahr 2017 auswählen.
Das Bildungsbüro wird bis dahin erste mögliche Umsetzungsstrategien für die auf der Veranstaltung zusammengetragenen Handlungsfelder erarbeiten. Anschließend, im Frühjahr 2017, wird in Zusammenarbeit mit den Teilnehmern der Konferenz und weiteren Bildungsakteuren des Landkreises begonnen, die gesammelten und entstandenen Ideen zu den ausgewählten Handlungsfeldern sowie mögliche Umsetzungsstrategien zu diskutieren und gegebenenfalls auch zu erweitern, damit zeitnah mit der gemeinsamen Planung und Verwirklichung von möglichen bedarfsgerechten Maßnahmen gestartet werden kann.

Auch an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer der Bildungskonferenz für das Interesse und Engagement sowie die gewinnbringenden und anregenden Diskussionen. Der Erfolg der Bildungskonferenz ist Ihrer Unterstützung zu verdanken!

Die Mitarbeiter des Bildungsbüros freuen sich immer über Ideen, Anregungen und Hinweise sowie neue Kontakte, um den Ausbau des Bildungsnetzwerkes im Landkreis stetig voranzutreiben.

  

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