Kommunale Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

 

Was ist eine kommunale Bildungskoordination für Neuzugewanderte?

Bildungskoordination für Neuzugewanderte erfüllt eine zentrale anbieterübergreifende Schnittstellenfunktion im Thema „Bildung und Integration“ der Migranten und Migrantinnen, unabhängig ihrer Herkunft, ihres Alters und ihres Status‘. Dabei steuert und koordiniert sie bereits vorhandene Angebote und setzt auf der Grundlage einer soliden Datenbasis Impulse für erforderliche neue Maßnahmen und Projekte. Deshalb wird sie vom Bildungsmonitoring unterstützt. Bildungskoordination vernetzt alle Akteure und bündelt das Wissen zur Bildung und Integration von Neuzugewanderten.

Welche Aufgaben hat die kommunale Bildungskoordination für Neuzugewanderte?

Für die kommunale Bildungskoordination für Neuzugewanderte steht die Gestaltung der Übergänge in allen Lebensphasen von der „Erstintegration“ ins Berufsleben bis zur Weiterbildung im Mittelpunkt. Dies ist nur durch gezielte Bildung und verbesserten Zugang zur Bildung möglich. Dementsprechend müssen alle vorhandenen Bildungsangebote für Neuzugewanderte im Landkreis zusammengetragen und für alle Beteiligten transparent gemacht werden. Erst dieser Überblick versetzt die Koordinierungsstelle und die Akteure in die Lage, zu beurteilen, welche Bildungsbedarfe von Neuzugewanderten im Lebenslauf noch nicht abgedeckt werden können; auf dieser Basis können neue Impulse gesetzt und neue Angebote entwickelt werden. Bildungskoordination für Neuzugewanderte fungiert dabei als Wissensträger und -vermittler, der die Vernetzung und Kooperation aller formellen und informellen Bildungsakteure fördert, koordiniert und steuert, indem sie durch Vermeidung der Doppelarbeiten und Doppelstrukturen Synergieeffekte und Potentiale nutzt, sie weiterträgt und die Beteiligten beim Entwurf und Durchführung der notwendigen Projekte und Maßnahmen unterstützt.

Was kann mit einer kommunalen Bildungskoordination für Neuzugewanderte erreicht werden?

Mit einer kommunalen Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte kann erreicht werden, dass die Bildungsakteure intensiver miteinander in Austausch treten, kooperieren und sich optimal aufeinander abstimmen. So können sie ihre einzelnen Programme einerseits an den aktuellen Bedarfslagen des Landkreises orientieren. Andererseits können die Angebote an die Zielgruppe „Neuzugewanderte“ passgenau zugeschnitten werden, indem man Doppelungen vermeidet und mögliche Lücken schließt. Damit wird eine bessere Übersichtlichkeit der Bildungsangebote für die Zuwanderer erreicht, ihnen werden verschiedene Bildungswege aufgezeigt und ein besserer Zugang zur Bildung ermöglicht. Außerdem können konkrete, auf den Landkreis abgestimmte und durch die Akteure selbst erarbeitete Projekte und Maßnahmen initiiert und koordiniert umgesetzt werden. 

Warum benötigt man eine nachhaltige Bildungskoordination für Neuzugewanderte?

Der Mehrwert einer kommunalen Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte zeigt sich in der langfristigen Betrachtung. In der Bündelung der Informationen an einer zentralen Stelle können Potentiale und bestehende Kooperationen effektiv bei den Maßnahmen- und Projekterarbeitungen genutzt werden. Es können Strukturen entwickelt werden, in denen die Zuständigkeiten der Bildungsakteure klar definiert sind und dadurch die Zusammenarbeit lösungsorientiert und zielgerichtet ist. Angebot und Nachfrage an Projekten für Neuzugewanderte können aufeinander abgestimmt und der Zugang zur Bildung für die Zielgruppe verbessert werden. Langfristig trägt es zur Sicherung der Fachkräfte und zur Attraktivität des Landkreises bei. 

Was sind die zeitnahen Ziele der Bildungskoordination für Neuzugewanderte?

  • eine Bestandsaufnahme der bestehenden Bildungs- und Beratungsangebote für Neuzugewanderte und der Bildungsträger im Landkreis vornehmen
  • die Angebote für alle Neuzugewanderten bündeln, um deren Transparenz im Landkreis zu garantieren (in Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro)
  • Kontaktaufnahme und -pflege zu den Bildungsakteuren - Vernetzung  
     

Bildungskoordination für Neuzugewanderte wird aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01KB16220 gefördert.

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