Energieeinsparung und Energieeffizienz in Unternehmen 
 

Im Landkreis verbrauchen Unternehmen rund ein Drittel des Endenergiebedarfs (ohne Berücksichtigung des Verkehrssektors). Damit bestehen gerade bei den Unternehmen große Potentiale, den Energiebedarf zu senken und die Emissionen von Treibhausgasen zu verringern. Zudem bietet sich Unternehmen die Chance, unabhängiger von steigenden Energiepreisen zu werden und somit ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu verbessern.

Förderprogramm „Energieberatung im Mittelstand“

Gefördert wird eine qualifizierte und unabhängige Energieberatung, bei der es sich um hochwertige Energieaudits im Sinne der EU-Energieeffizienzrichtlinie handelt.

Antragsberechtigte:

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft und des Dienstleistungsgewerbes sowie Angehörige der freien Berufe mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, denen eine Entlastung im Rahmen des Spitzenausgleichs (§ 10 Stromsteuergesetz und § 55 Energiesteuergesetz) gewährt wird sowie Unternehmen, die im laufenden oder vergangenen Kalenderjahr einen Antrag nach den §§ 63 ff. EEG (Besondere Ausgleichsregelung) gestellt haben.

Art und Höhe der Förderung:

Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten über 10.000 Euro, beträgt die Zuwendung 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 8.000 Euro.

Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro, beträgt die Zuwendung 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 800 Euro.

Energieberater/Beratungsbericht:

Die Energieberatung ist durch einen vom BAFA zugelassenen Energieberater durchzuführen. Die Auswahl des Beraters obliegt dem antragstellenden Unternehmen. Eine Liste der zugelassenen Energieberater finden Sie hier.

Weitere Informationen:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energieberatung_mittelstand/index.html

Förderprogramm „Förderung von Querschnittstechnologien im Mittelstand“

Gefördert werden investive Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien, wie zum einen der Ersatz von einzelnen Anlagen bzw. Aggregaten durch hocheffiziente Anlagen oder Aggregate mit einem Netto-Investitionsvolumen von 2.000 Euro bis zu maximal 30.000 Euro je Antragsteller. Förderfähige Einzelmaßnahmen umfassen die Querschnittstechnologien:

• Elektrische Motoren und Antriebe

 • Pumpen

• Ventilatoren sowie Anlagen zur Wärmerückgewinnung in raumlufttechnischen Anlagen

 • Drucklufterzeuger sowie Anlagen zur Wärmerückgewinnung in Drucklufterzeugern

 

Zum anderen werden auf der Grundlage eines unternehmensindividuellen Konzepts der Ersatz und die Erneuerung von mindestens zwei Querschnittstechnologien sowie der technischen Systeme, in die sie eingebunden sind, gefördert. Die systemische Optimierung umfasst dabei innerhalb der Systemgrenzen alle Anlagen- bzw. Anlagenteile, die dazu beitragen, die Energieeffizienz einer Querschnittstechnologie unter Berücksichtigung ihrer Systemanbindung zu verbessern. Im Rahmen einer systemischen Optimierung sind Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen unter den genannten Voraussetzungen in folgenden Querschnittstechnologien förderfähig:

  • Elektrische Motoren und Antriebe

 • Pumpen

 • Raumlufttechnische Anlagen

• Druckluftsysteme

 • Anlagen zur Wärmerückgewinnung

 • Beleuchtungssysteme

 

Antragsberechtigte:

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Unternehmen müssen eine Gewerbeanmeldung vorweisen können oder im Handelsregister oder in der Handwerksrolle eingetragen sein.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, die in den letzten drei Steuerjahren einschließlich der Förderung nach dieser Richtlinie „De-minimis“-Beihilfen in einem Gesamtumfang von mindestens 200.000 Euro (im Falle von Unternehmen des Straßentransportsektors: EUR 100.000 Euro) erhalten haben, Unternehmen der Fischerei oder der Aquakultur, der Land- und Forstwirtschaft, Unternehmen der Energiewirtschaft, freiberuflich Tätige, Hersteller der jeweils geförderten Querschnittstechnologien, Kirchen, Vereine, etc.

Art und Höhe der Förderung:

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Höhe der Zuwendungen ist je Antragsteller auf einen Betrag von 100.000 Euro begrenzt, sie richtet sich nach der nachgewiesenen Endenergieeinsparung.

Weitere Informationen:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/querschnittstechnologien/index.html

 

Förderung von Energiekonzepten und kommunalen Energienutzungsplänen

Gefördert werden Energieeinsparkonzepte als Grundlage für Investitionen zur Energieeinsparung, verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien sowie Verbesserung der Energieeffizienz und kommunale Energienutzungspläne als räumliches Planungsinstrument.

Die Richtlinien gelten bis zum 31. Dezember 2018.

 

Antragsberechtigte:

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Bayern, Träger kirchlicher oder anderer Einrichtungen in Bayern und kommunale Gebietskörperschaften.

Art und Höhe der Förderung:

Zuwendungsfähig sind die Kosten der Studie (Kosten für Planung, Durchführung und Ergebnisdarstellung der Studie, bei kommunalen Energienutzungsplänen auch die öffentlichkeitswirksame Präsentation der Studienergebnisse, z. B. in einer Bürgerversammlung).

Der Zuschuss für Energiekonzepte beträgt je nach Antragssteller bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten, jedoch maximal 50.000 Euro.

Für kommunale bzw. regionale Energienutzungspläne beträgt der Zuschuss bis zu 70 Prozent bei kommunalen Gebietskörperschaften.

 

Weitere Informationen und Hinweise: http://www.itzb.de/e7920b4f-db69-ef04-855c-104e102e0527