Studierende der Dr.-Eisenmann-Landwirtschaftsschule bauen neue Lebensräume

17. August 2021 : Zusammen bekommt man vieles bewegt – Anfang August stellten sich 30 Studierende der Landwirtschaftsschule als Teil ihrer Ausbildung mit ihren Lehrkräften, der Behördenleitung und Vertreterinnen und Vertretern aus dem Natur- und Vogelschutz einer gemeinsamen Aufgabe.
Mit viel Engagement bauten die Studierenden zusammen mit ihren Lehrkräften gleich sechs neue Lebensräume für kleine Tierarten. Besonderer Dank gebührt Dr. Sebastian Gresset (Bildmitte, mit Kappe) für die umfangreiche Organisationsarbeit.

Das Ziel: im Rahmen eines Projekttags für Naturschutz und Landschaftspflege Lebensräume für Insekten und Kleintiere zu schaffen.
Eichelberg bei Geisenfeld – Benjeshecken, also locker aufgeschichtete Streifen aus Ästen, Zweigen und Reisig, dazu Stein- und Sandhaufen – all das sind wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel, Kleinsäuger und Eidechsen. Die so geschaffenen Quartiere fügen sich großartig in das natürliche Landschaftsbild ein. Und großartig ist das Landschaftsbild auf der Fläche bei Eichelberg tatsächlich: Zwischen riesigen Getreidefeldern, beeindruckenden Hopfengärten und vitalen Waldrändern liefen der Gruppe bereits nach wenigen Minuten Blindschleichen, Mäuse und farbenprächtige Spinnen über den Weg. Auch zahlreiche Vo-gelarten, deren Kartierung ebenfalls zum Projekt gehört, beobachteten neugierig das unge-wohnte Treiben. Hier lohnt sich der „Hausbau“ offenbar!

Nach einer kurzen Kennenlern-Runde innerhalb des Teams verteilten die Lehrkräfte, geleitet von Dr. Sebastian Gresset als Organisator des Projekts, die insgesamt sechs Aufgaben an die 30 Studierenden. Gesagt, getan: Mit Schaufeln, Motorsensen, Traktoren und jeder Menge fleißigen Händen entstanden so an sechs Punkten etwa 500 Meter westlich der Ortskapelle Eichelberg neue Tierlebensräume, die nun natürlich auch von Wanderern besucht werden können. Einen besseren Abschluss für das aktuelle Semester hätte sich wohl keiner der Anwesenden wünschen können – das meinte offenbar auch der Wettergott, der den Re-gen erst nach getaner Arbeit beim gemeinsamen Mittagessen losließ.

Von der starken Leistung der Studierenden zeigten sich auch zwei Ehrengäste beeindruckt: Albert Gürtner, Landrat des Landkreises Pfaffenhofen, und Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, gesellten sich zu den jungen Leuten. Dabei freute sich Herr Gürtner über spontane Gespräche mit interessierten Spaziergängern, die das Spektakel zwischen Waldrand, Kornflächen und Hopfenstauden beobachteten, ebenso wie über den naturwissenschaftlichen Austausch mit den Fachkräften des AELF und des Natur- und Vogelschutzes.

Wenn Männer und Frauen aus der Landwirtschaft gemeinsam etwas anpacken, dann kommt auch ohne Hektik schnell Bewegung in die anstehenden Aufgaben. Und so ließ es sich Herr Bittlmayer im Anschluss an die in Rekordzeit geschaffte Arbeit auch nicht nehmen, den engagierten Nachwuchskräften persönlich die wohlverdienten Semesterzeugnisse zu überreichen. Damit waren die jungen Leute die zweitgrößten Gewinner des gelungenen Projekt-tags – an Platz 1 stehen wohl die unzähligen kleinen Tiere, die sich nun dauerhaft über ein halbes Dutzend neu geschaffener Wohn-, Nist- und Lebensräume freuen dürfen.