Großes Interesse an betrieblicher Sommerferienbetreuung – Online-Veranstaltung zeigt konkrete Lösungen für Unternehmen

03. März 2026: Wie können Unternehmen ihre Mitarbeitenden während der Sommerferien gezielt entlasten?

Diese Frage stand im Mittelpunkt der virtuellen Infoveranstaltung „Betriebliche Sommerferienbetreuung“, zu der das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm einlud. Mit über 20 angemeldeten Unternehmen stieß das Format auf reges Interesse – ein deutliches Signal, dass familienfreundliche Maßnahmen für Betriebe im Landkreis weiterhin eine große Bedeutung zukommt.

Berufstätige Eltern schulpflichtiger Kinder stehen jedes Jahr vor der Herausforderung, die Betreuung während der langen Sommerferien sicherzustellen. Betriebliche Ferienprogramme bieten hier eine konkrete und wirksame Lösung. Sie entlasten Mitarbeitende, stärken die Arbeitgeberattraktivität und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Zum Auftakt stellte Sabine Deuringer gemeinsam mit Alena Mordovtesva von der gfi gGmbH Ingolstadt das Programm „Sommerkinder“ vor. Dabei handelt es sich um eine betriebliche Ferienbetreuung mit qualifiziertem Personal und hohem Betreuungsschlüssel für Kinder ab sechs Jahren. Das ganztägige Angebot – inklusive Mittagessen – wird gemeinsam von Betrieb und Eltern finanziert und kann bei Bedarf auch auf weitere Ferienzeiten ausgeweitet werden. Die Themenwochen stehen jeweils unter einem Motto und kombinieren kreative, sportliche und edukative Inhalte mit Ausflügen und Workshops. Für ältere Kinder gibt es mit „Sommerteens“ ein eigenes Format, etwa mit Koch- oder Longboardkursen.

Das Angebot wird bayernweit über 17 Standorte koordiniert und betreut seit 2007 erfolgreich Ferienprogramme in Zusammenarbeit mit inzwischen über 50 Partnerunternehmen. Eine Ausweitung auf den Landkreis Pfaffenhofen für 2026 ist geplant. Eine Interessensbekundung sollte bis Ende März erfolgen. Auch eine Durchführung direkt in Unternehmen ist denkbar. Das große Interesse und zahlreiche Nachfragen im Chat unterstrichen den konkreten Bedarf.

Im zweiten Teil stellte Klaudia Niedermeier den Kreisjugendring Pfaffenhofen vor. Neben der Vernetzung zahlreicher Jugendverbände organisiert der Kreisjugendring vielfältige Ferienfreizeiten – von Zeltlagern mit jahrzehntelanger Tradition über Auslandsfahrten bis hin zu speziellen Kreativangeboten. Ergänzt wird das Programm durch den Ferienpass mit über 240 Veranstaltungen und Tagesfahrten. Neben der Betreuung steht dabei insbesondere die Stärkung sozialer Kompetenzen im Vordergrund. Die Betreuung erfolgt durch geschulte Jugendleiterinnen und Jugendleiter.

Constanze Ostertag von den Johannitern informierte über ganzjährige Betreuungsangebote, darunter qualifizierte Kindertagespflege im häuslichen Umfeld sowie Großtagespflege. Auch eine Organisation von Kinderbetreuung direkt im Unternehmen ist möglich. Gerade in Ferienzeiten bestehen häufig noch freie Kapazitäten bei Tagespflegepersonen.

Abschließend gab Stefanie Müller, Koordinatorin des Bündnisses für Familie im Landkreis Pfaffenhofen, einen Impuls zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege. Eine neu gestartete Arbeitsgruppe greift aktuelle Bedarfe auf und plant unter anderem ein Betreuungsangebot für den Buß- und Bettag. Eine entsprechende Bedarfsabfrage bei Unternehmen und Familien ist vorgesehen.

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt ein zentrales Zukunftsthema. Unternehmen, die hier aktiv werden, stärken nicht nur ihre Attraktivität als Arbeitgeber, sondern investieren gezielt in Mitarbeiterbindung und Fachkräftesicherung“, so KUS-Vorstand Johannes Hofner.

Unternehmen aus dem Landkreis, die Interesse an einer Kooperation oder weiterführenden Informationen haben, können sich gerne an Jutta Schoofs (jutta.schoofs@kus-pfaffenhofen.de) wenden.