MINT-Netzwerktreffen setzt Impulse für regionale Bildungsarbeit

20. März 2026: Am Montag, 16. März, fand in der Kreisbücherei Pfaffenhofen ein MINT-Netzwerktreffen der Initiative Servus M!nt statt.

Das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt wird gemeinsam von der IFG Ingolstadt, der Technischen Hochschule Ingolstadt, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie dem digitalen Gründerzentrum brigk umgesetzt. Ausrichter des Treffens war das Bildungsbüro des Landkreises Pfaffenhofen in Kooperation mit dem Medienzentrum.

Ziel des Netzwerktreffens war es, Akteure aus Bildung, Wirtschaft und Politik zusammenzubringen und nachhaltige Strukturen für die MINT‑Förderung zu stärken. MINT ist eine Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Landrat Albert Gürtner eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung naturwissenschaftlicher und technischer Kompetenzen für die Zukunft von Forschung, Industrie und Handwerk: „Wer handwerklich arbeitet, kann von digitaler Technik, Programmierung und naturwissenschaftlichem Know-how profitieren – und umgekehrt eröffnet MINT jungen Menschen attraktive berufliche Perspektiven. Vielleicht sitzt die Ingenieurin, der Programmierer, die Forscherin oder der Techniker von morgen heute noch im Klassenzimmer – und braucht nur den richtigen Impuls.“

Alice Köstler‑Hösl stellte die Arbeit ihres Sachgebiets am Landratsamt vor – Medienzentrum, Volkshochschule und Bildungsbüro. Alle Einrichtungen verfolgen das gemeinsame Ziel, Bildung wohnortnah und niedrigschwellig zugänglich zu machen. Das Medienzentrum (Kreisbildstelle und Kreisbücherei) bietet Schulen und außerschulischen Partnern ein breites kostenloses Leihangebot, darunter Robotik‑Klassensets, künftig ergänzt durch VR‑Brillen und 3D‑Drucker. Neben dem Verleih analoger und digitaler Medien entwickelt sich das Medienzentrum zunehmend zu einem modernen Bildungs- und Begegnungsort mit geplanter Open Library.

Die Volkshochschule bietet ein vielfältiges Programm von KI‑Themen bis zu praxisnahen MINT‑Formaten und versteht sich als wichtiger Vernetzungspartner vor Ort. „Erst durch Zusammenarbeit entstehen Angebote, die Menschen erreichen. Unsere Häuser fungieren als Knotenpunkte: Wir bringen Akteure zusammen, ermöglichen Austausch und entwickeln gemeinsam Projekte, etwa Ferienangebote für Kinder, die MINT-Bildung erlebbar machen“, so Alice Köstler-Hösl.

Erich Golda, Direktor des Staatlichen Schulamtes Pfaffenhofen, der selbst eine praktische Berufsausbildung zum Feinmechaniker absolvierte, hob die Bedeutung des praktischen Tuns hervor. Kinder bräuchten „begreifbare“ Erlebnisse, die zum Beobachten, Forschen und Reflektieren anregen. MINT vermittle grundlegende naturwissenschaftliche und logische Kompetenzen und ermögliche wichtige sensorische Erfahrungen in einer zunehmend digitalen Welt.

Stefanie Müller, Koordinatorin des Bildungsbüros, stellte die Materialien und Angebote der Stiftung Kinder forschen vor, die seit 20 Jahren MINT‑Kompetenzen in der frühen Bildung stärkt und inzwischen auch Grundschulen und den Ganztag erreicht. Grundlage ist der OECD‑Lernkompass „Future of Education and Skills 2030“. Das Angebot umfasst Fortbildungen, Online‑Vorträge und praxisnahe Materialien für pädagogische Fachkräfte.

Ergänzend wurden der MINTraum Bayern, MINT‑Angebote für Eltern, das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der KU Eichstätt‑Ingolstadt sowie der Future Club und die MINTMacher der TH Ingolstadt vorgestellt.

In den anschließenden Workshops präsentierte das Medienzentrum verschiedene Robotik‑Produkte für den Einsatz in Schulen.

Der Veranstaltung verdeutlichte die Vielfalt moderner MINT‑Bildung. MINT‑Kompetenzen gehen weit über Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik hinaus und sind eine zentrale Grundlage für die Zukunftschancen junger Menschen.