Vier weitere Bürgerengagement-Ideen erhalten finanzielle Unterstützung
Den Anfang machte Peggy Füssel, die ihre Maßnahme „SVentura – Begegnungsangebote für Trauernde“ der von ihr gegründeten SVentura Trauerhilfe Selbsthilfegruppe als erstes eingereicht hatte. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ist wenig Platz für Trauer und den richtigen Umgang mit ihr. Vor allem für Menschen, die mitten im Leben stehen, beruflich eingebunden, familiär verantwortlich und im Alltag gefordert sind, fehlt oft das richtige Format. Hier setzt SVentura an. Es sind viele verschiedene Angebote geplant, die auf die Förderung seelischer Gesundheit, die Unterstützung von Menschen in akuten Krisen sowie die gesellschaftliche Aufklärung im Umgang mit Trauer ausgerichtet sind. Das vielfältige Angebot von Lesungen über Aromatherapie und Yoga bis hin zu verschiedenen Kreativworkshops soll die Menschen in ihrer Trauer abholen und begleiten.
Mit Hilfe der Unterstützung Bürgerengagement wird der FC Schweitenkirchen 1946 e.V. am Sportplatz ein Kiosk mit Lager- und Unterstandsmöglichkeit errichten. So muss Vereinsmaterial nicht mehr privat gelagert werden und ist für die Vereinsmitglieder schneller und leichter zugänglich. „Insbesondere für Vereinsveranstaltungen, Jugendarbeit, Familienaktivitäten, das Ferienprogramm „Schweidino“ und öffentliche Anlässe wird der „Kiosk FC Schweitenkirchen“ dringend benötigt, um die Verpflegung sicher zu stellen, Sitzgelegenheiten unterzustellen und Witterungsschutz zu bieten“, erklärt Herr Klostermann. Der Kiosk fördert somit nicht nur die Vereinskultur, sondern auch das Miteinander und die Lebensqualität vor Ort.
Die Kommunikations- und Medienkompetenz der Jugend möchten Josef Postel und Verena Zöllner mit dem Verein Bürgernetz Landkreis Pfaffenhofen e.V. stärken. Mit der Maßnahme „Radionauten – Medienkompetenz für Kinder zwischen 9 und 15 Jahre“ sollen spielerisch die Grundlagen journalistischer Arbeit vermittelt werden. Dazu gehören unter anderem das Recherchieren von Beiträgen und das Führen von Interviews. Besonderes Augenmerk soll hierbei auf den richtigen Umgang mit Medien, das Bewerten von Informationen und das kritische Hinterfragen der schon vielfach genutzten KI gelegt werden. In von den Kindern abgehalten Redaktionssitzungen werden Sendeplan und Arbeitsabläufe gemeinsam erarbeitet. Als absolutes Highlight soll das Erlernte unmittelbar im Radiostudio in Livesendungen umgesetzt werden.
Informieren möchte auch der Verein Queer Pfaffenhofen e.V. Zu diesem Zweck kann er nun mit Hilfe der LEADER-Förderung „Mobile Informations- und Begegnungsstände“ anschaffen und sein Angebot landkreisweit ausweiten. Durch die klar erkennbaren, professionell gestalteten Anlaufstellen sollen Hemmschwellen abgebaut und der Wiedererkennungswert gesteigert werden. Der Verein möchte über das Leben queerer Menschen informieren, Aufklärungsarbeit leisten und sich so für ein besseres, respektvolles Miteinander und eine Stärkung der Gemeinschaft einsetzen. Die Informations- und Begegnungsstände sollen neben der Informationsarbeit auch für Mitmachaktionen, Dialogformaten und persönlichen Gesprächen bei etablierten Veranstaltungen im Landkreis verwendet werden.
Die Maßnahmen erhalten jeweils eine Unterstützung in Höhe von 90 % der eingereichten Nettokosten, maximal jedoch bis zu 5.000 €. Mit der Umsetzung dieser Kleinprojekte wird das Bürgerengagement-Budget für die aktuelle Förderperiode aufgebraucht.
LAG-Managerin Tina Schuler strahlt: „Das Schöne am LEADER-Projekt “Unterstützung Bürgerengagement“ ist die Vielfalt der Projekte und das Brennen der Maßnahmenträger für ihre Idee. Die Begeisterung der Akteure ist wie immer ansteckend!“ Daher freut sie sich schon auf das Abschlusstreffen in einem Jahr, wenn alle Maßnahmenträger mit Bildern berichten, wie es ihnen ergangen ist.