Gesundheitsregionplus: Bayerns Gesundheitsminister Holetschek übergibt Förderplakette an den Landkreis Pfaffenhofen

18. März 2021 : Maßgeschneiderte Lösungen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung vor Ort: In den Gesundheitsregionenplus werden sie von Städten und Landkreisen entwickelt.
Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (li.) bei der Übergabe der Plakette an Landrat Albert Gürtner (re.)

Künftig wird das auch im Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm geschehen. Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek erklärte am Mittwoch in Pfaffenhofen a.d.Ilm bei der Übergabe der Förderplakette an Landrat Albert Gürtner: „Die Gesundheitsregionenplus sind ein echtes bayerisches Erfolgsmodell! Der Landkreis Pfaffenhofen tritt nun der großen Familie der Gesundheitsregionenplus bei. Die nächsten fünf stehen auch schon in den Startlöchern. Damit haben wir 56 Gesundheitsregionenplus, die 73 der 96 kreisfreien Städte und Landkreise abdecken. Ich freue mich sehr über das große, bayernweite Engagement für die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert seit 2015 Landkreise und kreisfreie Städte, die eine Gesundheitsregionplus bilden: Sie erhalten jeweils für fünf Jahre bis zu 250.000 Euro. Gemeinsam mit der Kommunalpolitik vernetzen die Gesundheitsregionenplus die Akteure aus dem Bereich Gesundheit und Pflege. Die Koordination übernimmt eine dafür eingerichtete Geschäftsstelle.

Der Minister betonte: „Das Erfolgsrezept der Gesundheitsregionenplus ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die für die konkrete Situation vor Ort passen. Dazu werden etwa Präventionsangebote für verschiedene Bevölkerungsgruppen und Projekte mit niedergelassenen Ärzte entwickelt. Die Akteure vor Ort wissen am besten, was die Menschen brauchen. Wir nutzen deshalb regionale Stärken und bauen sie weiter aus. Immer mehr in den Fokus rücken dabei beispielsweise neue Pflege- und Betreuungskonzepte, damit Pflegebedürftige so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können. Hier liefern die Gesundheitsregionenplus wichtige Impulse.“

Landrat Albert Gürtner zeigte sich sehr froh über die Verleihung der Förderplakette. „Ich freue mich sehr, dass der Landkreis Pfaffenhofen nun auch Gesundheitsregionplus ist. Zur Optimierung der Gesundheitsversorgung und zur Verbesserung der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis und in unserer Region ist das Konzept rund um die Gesundheitsregionplus enorm wichtig“, so Landrat Albert Gürtner.

Die Pfaffenhofener Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus mit ihrer Geschäftsstellenleiterin Carolin Eder hat am 1. März ihre Arbeit aufgenommen. Die Geschäftsstelle ist in den Räumlichkeiten des Gesundheitsamts Pfaffenhofen untergebracht.

„Ich werde zunächst versuchen, alle Akteure aus dem Bereich Gesundheitsversorgung, Pflege und Prävention an einen Tisch zu bringen und zu vernetzen. Ein nächster Schritt ist die Bildung von verschiedenen Arbeitsgruppen“, so Carolin Eder.

Es müsse dann zunächst der Bedarf ermittelt werden, welche Themen für den Landkreis Pfaffenhofen relevant sind. Daraus könnten dann konkrete Projekte entwickelt werden. Daneben wird sich Carolin Eder dem Thema „Gesundheit der Kinder“ widmen. Das ist das vom Gesundheitsministerium für dieses Jahr festgelegte Schwerpunktthema.

Die Erfolgsgeschichte der Gesundheitsregionplus wird auch künftig weitergehen: Denn das Programm wurde für eine zweite Förderphase verlängert, sodass Haushaltsmittel für weitere Gesundheitsregionenplus zur Verfügung stehen.

Holetschek ergänzte: „Immer mehr Städte und Landkreise erkennen die Vorteile regionaler Netzwerke. Auch bei der Bewältigung der Corona-Pandemie sind die bereits bestehenden Gesundheitsregionenplus eingebunden. So lassen sich ihre Netzwerkstrukturen zum Beispiel bei Fragen der Bestanderhebung von Material oder zu dessen Verteilung nutzen.“