KOBE vermittelt Fördermittel für die Sprachförderung von Asylbewerbern

14. August 2015 : Das Bayerische Sozialministerium unterstützt auch in diesem Jahr ehrenamtlich geförderte Sprachprojekte.

Das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KOBE) am Landratsamt Pfaffenhofen a.d.Ilm hat für fünf Projekte im Landkreis über die Landesarbeitsgemeinschaft Bayern e.V. (lagfa) Fördergelder in Höhe von insgesamt 3.515 Euro beantragt und nach Genehmigung an die Projektträger weitergeleitet.

„Ich freue mich, dass das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement, den Einsatz der Ehrenamtlichen für das Erlernen der deutschen Sprache und die Integration durch die Vermittlung von Fördergeldern unterstützen und indirekt weitere Menschen für ein Ehrenamt begeistern kann“ so die Leiterin des Koordinierungszentrums Bürgerschaftliches Engagement Uschi Schlosser. Die Caritas Nachbarschaftshilfe Reichertshofen organisierte im Reichertshofener Schloßhof bereits zum zweiten Mal das „Fest der Kulturen“. Dieses diente dem Kennenlernen und der Verständigung der Asylbewerber mit der einheimischen Bevölkerung.

Es ist damit auch gelungen, weitere ehrenamtliche Unterstützung zu gewinnen. Das Fest wurde mit 465 Euro gefördert. Weitere 300 Euro erhielt der Helferkreis Asyl der Gemeinde Münchsmünster, der das Projekt „Kochen und Backen mit Asylbewerbern“ zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt Münchsmünster durchgeführt hat. Bei der Zusammenarbeit lernen sich die Teilnehmer gegenseitig kennen. Mit den Fördermitteln werden unter anderem spezielle Wörterbücher erworben. In Schweitenkirchen wurde unter der Verantwortung von Astrid von dem Borne und Andrea Hofstetter ein Kunstprojekt in der Asylunterkunft ins Leben gerufen.

Die Grundidee des Projekts ist es, den Asylbewerbern eine Möglichkeit zu geben, Erlebnisse und Erinnerungen aus der Vergangenheit oder auch aus ihrem Alltag in der Fremde zu darzustellen. Das fördert die Gemeinschaft und das Sprachverständnis. Die Verständigung erfolgt zwischen den Beteiligten aus vielen Ländern in deutsch. Das Sozialministerium unterstützt das Projekt mit 200 Euro. 1.900 Euro erhielt der Aktionskreis Asyl der Nachbarschaftshilfe Wolnzach für die „Radlwerkstatt für Asylbewerber“.

Zwei bis drei ehrenamtliche und fachkundige Senioren prüfen wöchentlich an bestimmten Tagen zu festgelegten Zeiten mit den Asylbewerbern Fahrräder und reparieren sie kostenlos. Nur Materialkosten werden verlangt. Durch diese gemeinsame Tätigkeit sollen Sprachhemmungen abgebaut, das Interesse an handwerklichen Tätigkeiten geweckt und die Integration unterstützt werden.

Um die Instandsetzung von Fahrrädern geht es auch beim Aufbau eines „Fahrrad-Reparaturcafés“ in Baar-Ebenhausen für Asylbewerber und Einheimische. Eine solche Begegnungsstätte fördert erfahrungsgemäß das Erlernen der Sprache und damit die Integration. Vorgesehen ist außerdem ein gemeinsames Essen. Der Asylhelferkreis Baar-Ebenhausen erhält hierfür 650 Euro Fördermittel.