Eltern stärken – Austausch fördern: 20 Jahre ELTERNTALK im Landkreis Pfaffenhofen
Genauso beginnen ELTERNTALK-Runden: Eltern bringen ein, was sie beschäftigt und entwickeln im Gespräch miteinander neue Ideen.
ELTERNTALK beginnt mitten im Familienalltag und bietet dafür einen besonderen Rahmen: Gesprächsrunden von Eltern für Eltern – offen, wertschätzend und alltagsnah. Ob am Küchentisch, im Wohnzimmer, im öffentlichen Raum oder online - Eltern sprechen miteinander über Medien, Erziehung, Pubertät, Grenzen, gesundes Aufwachsen und über vieles, was sie beim Begleiten ihrer Kinder beschäftigt.
Dabei wird schnell deutlich: Die Fragen und Herausforderungen sind oft ähnlich. Und plötzlich wird aus Unsicherheit ein Gespräch, aus einem Gedanken ein gemeinsamer Austausch. Viele Eltern gehen mit neuen Ideen und einem guten Gefühl nach Hause - oder mit der wichtigen Erkenntnis: „Ich bin nicht allein.“
Auch im Landkreis Pfaffenhofen treffen sich Mütter und Väter in kleinen Runden im privaten oder öffentlichen Raum – mit oder ohne ihre Kinder. Die Teilnahme ist kostenlos und eine Gesprächsrunde dauert in der Regel 90 Minuten. Das Angebot richtet sich an alle Eltern, Erziehungsberechtigten und Bezugspersonen wie beispielsweise Großeltern, Tanten und Onkel – unabhängig von Herkunft, Familienform, Lebenslage oder Wohnort. Damit schafft ELTERNTALK eine offene Plattform, die Vielfalt lebt und Eltern dort abholt, wo sie stehen.
Wie gut das Angebot angenommen wird, zeigen die Zahlen: Im Jahr 2025 fanden im Landkreis Pfaffenhofen 97 ELTERNTALK-Gesprächsrunden statt. Dabei wurden 444 Eltern aus 21 verschiedenen Ländern erreicht. Die Gesprächsrunden fördern den Austausch und die gegenseitige Unterstützung und bringen Menschen mit unterschiedlichen familiären, kulturellen und sprachlichen Hintergründen miteinander ins Gespräch.
Die Moderatorinnen und Moderatoren – ehrenamtlich engagierte Mütter und Väter - sind das Herzstück von ELTERNTALK: Sie initiieren und begleiten die Gesprächsrunden und schaffen einen vertrauensvollen Rahmen, in dem Eltern Fragen stellen, Erfahrungen teilen und voneinander lernen können.
In Pfaffenhofen stehen inzwischen mehr als zehn Moderatorinnen und Moderatoren zur Verfügung. Sie werden von der Regionalbeauftragten Eva-Maria Schlagenhaufer aus dem Fachbereich Elternbildung am Landratsamt Pfaffenhofen fachlich begleitet und regelmäßig geschult.
Die ELTERNTALK-Moderatorinnen und Moderatoren organisieren privat und in Kooperationen mit unterschiedlichen Trägern ein vielfältiges Angebot. So findet beispielsweise jeden dritten Dienstag im Monat eine interkulturelle Gesprächsrunde in der Alten Druckerei in der Ingolstädter Straße in Pfaffenhofen in Deutsch und Arabisch statt.
Auch in Ernsgaden werden im Dorfgemeindehaus regelmäßige Austauschrunden angeboten. Zudem finden hier auch spezielle ELTERNTALK Runden für Pflegeeltern, Bereitschaftspflegende und Verwandtenpflege statt.
Im Mehrgenerationenhaus in Pfaffenhofen gibt es ebenfalls regelmäßige ELTERNTALK-Runden, jeweils freitags von 9 bis 11 Uhr.
Der einzige Moderator im Team plant ab Herbst 2026 regelmäßige Austauschrunden speziell für Väter. Damit soll ein Raum entstehen, in dem sich Väter offen über Erziehung, Vereinbarkeit, Vorbilder und Herausforderungen im Familienalltag austauschen können.
Auch bei der diesjährigen Dult mit verkaufsoffenem Sonntag in Pfaffenhofen ist das ELTERNTALK-Team mit einem eigenen Stand vertreten. Am 4. Oktober können sich Eltern, Erziehungsberechtigte, Familien und Interessierte über das Angebot informieren, mit den Moderatorinnen und Moderatoren ins Gespräch kommen und mehr über die verschiedenen Gesprächsrunden erfahren.
Wer neugierig geworden ist, an einer Gesprächsrunde teilnehmen möchte, sich selbst als Gastgeberin oder Gastgeber oder Moderatorin oder Moderator engagieren möchte, kann sich bei Eva-Maria Schlagenhaufer unter Elternbildung@landratsamt-paf.de oder telefonisch unter +49 162 1581882 melden. Weitere Informationen gibt es unter www.elterntalk.net.
ELTERNTALK ist ein Angebot der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. und wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert.