Fischprobe in der Irschinger Ach: PFAS-Belastung bestätigt

01. Juli 2026: Fische aus der Irschinger Ach sind weiterhin mit PFAS belastet. Das zeigen aktuelle Untersuchungsergebnisse einer vom Landratsamt Pfaffenhofen a.d.Ilm veranlassten Fischbeprobung.

Für die Analyse wurden drei Aiteln in verzehrsfähiger Größe sowie unterschiedlichem Gewicht und unterschiedlicher Länge aus der Irschinger Ach entnommen und im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf verschiedene Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) untersucht.

Das Gutachten des LGL belegt, dass der zulässige Höchstgehalt für den PFAS-Gesamtwert bei allen Proben statistisch gesichert überschritten wurde. Einzelne PFAS‑Verbindungen lagen zwar unterhalb der Bestimmungs- oder Nachweisgrenze, dennoch waren die Gesamtgehalte deutlich höher als bei früheren Fischuntersuchungen in Bayern.

Durch den regelmäßigen Verzehr von Fischfleisch mit den im vorliegenden Fall festgestellten PFAS-Gehalten wird die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als unbedenklich eingestufte Aufnahmemenge bereits durch sehr niedrige Verzehrmengen überschritten.

Bei den gemessenen Höchstwerten könnte ein erwachsener Mensch nur etwa 4 Gramm Fisch pro Woche verzehren, bis die von der EFSA abgeleitete tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge überschritten wäre. Diese sehr niedrigen Verzehrmengen liegen deutlich unter den üblichen Verzehrmengen von Fischkonsumenten.

Da sich PFAS aufgrund ihrer langsamen Ausscheidung im Körper anreichern können, rät das LGL weiterhin vom Verzehr von Fischen aus der Irschinger Ach ab. Das gilt insbesondere für Angler, die potenziell größere Mengen selbst gefangener Fische konsumieren.