Innovation gemeinsam gestalten: KUS innovationday bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Gründung zusammen
Rund um Impulse aus Wissenschaft und Wirtschaft, Praxisbeispiele aus der Region sowie vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken brachte das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) Unternehmen, Gründende, Wissenschaft und Netzwerkpartner zusammen.
Bereits zum Auftakt machte Dr. Marion Kühn, Projektverantwortliche für für den KUS innovationday, deutlich, worum es bei dem neuen Veranstaltungsformat geht: Innovation sichtbar und erlebbar zu machen.
Unter dem Motto „Innovation ist machbar“ zeigte der KUS innovationday, wie vielfältig Innovation sein kann und welchen Beitrag sie zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung der Region leistet.
KUS-Vorstand Johannes Hofner betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Austauschs: „Zukunft entsteht nicht von allein. Sie ist das Ergebnis guter Ideen, unternehmerischen Mutes und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Vor allem aber entsteht Zukunft dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“
Auch Landrat Albert Gürtner hob hervor, dass der wirtschaftliche Erfolg des Landkreises auf einem breiten Fundament beruhe. Die Stärke der Region liege in ihrer vielfältigen Wirtschaftsstruktur – vom innovativen Mittelstand über leistungsfähige Familienunternehmen und Handwerksbetriebe bis hin zu international tätigen Unternehmen und engagierten Gründerinnen und Gründern. Innovation sei deshalb weit mehr als ein wirtschaftliches Thema, sondern eine gemeinsame Aufgabe aller Akteure.
Einen Höhepunkt des Tages war die Keynote „Innovation in Action: Wenn Startups, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenkommen“ von Dr. Robert Richter, Geschäftsführer der WERK1.Bayern GmbH, einem der führenden Startup-Hubs Europas. Er zeigte auf, warum Deutschland über großes Innovationspotenzial verfügt, dieses jedoch häufig nicht vollständig ausschöpft. Entscheidend sei, Erfindungen nicht nur hervorzubringen, sondern sie erfolgreich in marktfähige Lösungen zu überführen. Innovation entstehe dort, wo Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eng zusammenarbeiten und offen für internationale Kooperationen seien.
Ergänzt wurde das Programm durch drei Innovationsslots mit Praxisimpulsen aus unterschiedlichen Themenfeldern, in denen sich mehr als 15 innovative Projekte aus dem Landkreis vorstellten und zeigten, dass Innovation auch in einer ländlichen Region sehr erfolgreich gelingen kann und auf vielfältige Weise gedacht und umgesetzt werden kann. Auf dem begleitenden Marktplatz präsentierten sich innovative Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerkpartner aus der Region mit ihren Projekten und Angeboten. Parallel dazu bot das gemeinsam mit dem Bayerischen Foresight Institut der Technischen Hochschule Ingolstadt durchgeführte Zukünftelabor Raum, um gemeinsam über die langfristige Entwicklung und Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Landkreis Pfaffenhofen zu diskutieren. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine spannende Podiumsdiskussion – das Resümee der sechs Gäste war, dass klar: wer wirtschaftlich erfolgreich und zukunftsfähig sein möchte, muss Innovation wagen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vernetzung der Teilnehmenden. Neben zahlreichen Gesprächen an den Marktständen kam zusätzlich ein digitales Networking-Tool zum Einsatz, über das bereits im Vorfeld individuelle Gesprächstermine vereinbart werden konnten. So entstanden während des gesamten Veranstaltungstags neue Kontakte zwischen Unternehmen, Startups, Wissenschaft und weiteren Innovationsakteuren.
Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten KUS-Vorstand Johannes Hofner, Dr. Gerhard Schönhofer (Technische Hochschule Ingolstadt), Florian Sußner (Bayern Innovativ), Anne Ottinger (Naturhandwerk Ottinger), Renate Bay (ACS GmbH) und Max Kaiser (Gründwerk Dachau) über die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Landkreis Pfaffenhofen. Einig waren sich die Podiumsgäste, dass Innovation vor allem dort entsteht, wo Unternehmen, Wissenschaft und Gründung eng zusammenarbeiten und voneinander lernen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Innovation nicht nur Hightech bedeutet: Anne Ottinger erläuterte, dass auch im Handwerk durch neue Materialien, weiterentwickelte Produkte und optimierte Prozesse kontinuierlich Innovation entsteht.
„Mit dem innovationday haben wir ein neues Veranstaltungsformat etabliert, das Wissenstransfer, Vernetzung und Inspiration miteinander verbindet. Ziel ist es, Innovationen in der Region sichtbar zu machen, Kooperationen anzustoßen und den Wirtschaftsstandort Landkreis Pfaffenhofen langfristig weiterzuentwickeln“, so KUS-Vorstand Johannes Hofner.
Bei Fragen zum Thema Innovation, Transformation insbesondere in Richtung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie zu Fördermittelthemen können Interessierte jederzeit eine E-Mail an die zuständige Projektmanagerin Dr. Stefania Sardo stefania.sardo@kus-pfaffenhofen.de schreiben.