KUS und Bayerischer Gemeindetag setzen auf interkommunale Zusammenarbeit bei der Flächenentwicklung
Gemeinsam mit Landrat, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Vertretern des Kommunalunternehmens Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) wurden aktuelle Herausforderungen der Kommunalentwicklung diskutiert und Ansätze für die weitere Zusammenarbeit beleuchtet.
Ein fachlicher Schwerpunkt lag am Donnerstag auf dem interkommunalen Flächenmanagement und der nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung, ein gefördertes Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des Regionalmanagements. In einem Impulsvortrag beleuchteten KUS-Vorstand Johannes Hofner und KUS-Regionalmanager Maximilian Vogl die Möglichkeiten, Flächenpotenziale über Gemeindegrenzen hinweg zu erkennen und die Entwicklung von Gewerbe- und Mischbauflächen besser aufeinander abzustimmen. Im anschließenden Erfahrungsaustausch diskutierten die Teilnehmenden kommunale Herausforderungen und Ansätze für eine zukunftsorientierte Flächenplanung.
Ergänzend gab ein digitaler Fachimpuls Einblicke in das Projekt „CIS 4.0: Siedlungsmanagement der neuen Generation“ aus dem Landkreis Cham. Lisa Rehm vom Landratsamt Cham stellten das digitale Flächenmanagement als Praxisbeispiel vor. Digitale Lösungen können Kommunen dabei unterstützen, Flächen einheitlich zu erfassen, Potenziale besser einzuschätzen und fundierte Entscheidungen für die weitere Entwicklung zu treffen.
Wie nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung vor Ort umgesetzt werden kann, zeigte sich am Freitag bei der Besichtigung des Gewerbegebiets „Impulszone Römergrund“ in Rankweil. Nach einem Vortrag und einer Diskussion mit örtlichen Vertretern erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das Gebiet und dessen Entwicklung. Das Beispiel bot konkrete Anknüpfungspunkte für den Austausch darüber, wie Gewerbestandorte vorausschauend geplant und nachhaltig gestaltet werden können.
Auch Bürgermeister Michael Franken, stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages, Kreisverband Pfaffenhofen, unterstrich die Bedeutung einer abgestimmten Flächenentwicklung: „Gewerbeflächen sind eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gemeinden. Gleichzeitig müssen wir sorgsam mit unseren begrenzten Flächenressourcen umgehen. Das interkommunale Flächenmanagement hilft uns, vorhandene Potenziale besser zu erkennen und Flächen nachhaltig und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.“
Die Klausurtagung fand in Kooperation zwischen dem Bayerischen Gemeindetag, Kreisverband Pfaffenhofen, und dem KUS statt. Der fachliche Austausch und die Einblicke in andere Regionen lieferten zugleich Impulse für die weitere Arbeit des KUS-Regionalmanagements. Im Rahmen eines Regionalmanagement-Projekts sollen gemeinsam mit den Kommunen Potenziale für die nachhaltige Entwicklung von Gewerbe- und Mischbauflächen identifiziert und gemeindeübergreifende Abstimmungen gestärkt werden. Geplante digitale Ansätze können dazu beitragen, die Flächenentwicklung im Landkreis langfristig und bedarfsgerecht weiterzudenken.
„Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung gelingt am besten, wenn Kommunen ihre Erfahrungen teilen und über Gemeindegrenzen hinweg zusammenarbeiten“, betont KUS-Vorstand Hofner. „Der Austausch mit anderen Regionen und konkrete Praxisbeispiele eröffnen neue Perspektiven für die eigene Arbeit und helfen dabei, tragfähige Ansätze für die Zukunft zu entwickeln.“
Weitere Informationen zum KUS und seinen Angeboten im Bereich Regionalentwicklung finden Interessierte unter www.kus-pfaffenhofen.de auf der Website des Kommunalunternehmens.