Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm führt erste Piktogrammkette zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit ein

03. Juni 2026: Zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit entsteht auf der Kreisstraße PAF 33 die erste Teststrecke mit Piktogrammketten – eine Maßnahme aus dem Radverkehrskonzept des Landkreises Pfaffenhofen a.d.Ilm, das vom Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) initiiert und gemeinsam mit allen 19 Kommunen vorangetrieben wird.
KUS-Projektverantwortliche Britta Lemloh und Vorarbeiter des Tiefbaus Landkreis Pfaffenhofen Mathias Eichner vor Ort in Langenbruck.

Die Markierungen verlaufen durch die Ortschaften Pörnbach (Regensburger Straße bis Ortsausgang), Puch (Langenbrucker Straße, innerorts) und Langenbruck (vom Kreuzungsbereich PAF 21 / Gambacher Straße bis zum Runenweg) jeweils in beide Fahrtrichtungen. Die innerörtlichen Markierungen werden in einem Abstand von 30 Metern aufgebracht.

Piktogrammketten bestehen aus regelmäßig auf der Fahrbahn aufgebrachten Fahrradsymbolen mit Richtungspfeilen. Sie verdeutlichen die gemeinsame Nutzung der Fahrbahn durch Radfahrende und Autofahrende und erinnern beide Verkehrsteilnehmenden an gegenseitige Rücksichtnahme. Zwar stellen sie keine eigenen Verkehrsregelungen dar, sind aber ein verkehrsrechtlich zulässiges Instrument gemäß Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zur Förderung der Verkehrssicherheit. 

 „Die Teststrecke ist ein wichtiger Schritt, um zu prüfen, wie Markierungen das Miteinander im Straßenverkehr verbessern können“, erklärt Andreas Krimm, Leiter Tiefbau Landkreis Pfaffenhofen.

Die bewusst ausgewählte Strecke verbindet mehrere Ortschaften und wird sowohl von Alltagsradfahrenden als auch von Freizeitnutzenden regelmäßig befahren. Ziel ist es, Akzeptanz und Wirkung von Piktogrammketten im ländlichen Raum zu erproben und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die Maßnahme zu einer höheren gegenseitigen Rücksichtnahme beiträgt.

Erfahrungen aus anderen Regionen Bayerns und Deutschlands zeigen, dass Piktogrammketten eine wirksame und kostengünstige Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sein können. Bei positiver Entwicklung ist vorgesehen, die Markierungen auch auf weitere bedeutsame Strecken im gesamten Landkreis zu übertragen, so das KUS.

„Das Radverkehrskonzept des Landkreises Pfaffenhofen schafft erstmals eine gemeinsame Grundlage für die Radverkehrsplanung in allen 19 Kommunen. Es basiert auf einer umfassenden Bestandsaufnahme und einem gemeinsam mit den Bürgermeistern entwickelten Maßnahmenpaket aus Neubauten, Lückenschlüssen, Markierungen, Beschilderungen und Abstellanlagen“, erklärt KUS-Vorstand Johannes Hofner. Die Steckbriefe der einzelnen Kommunen mit allen Ergebnissen und Maßnahmen können online unter www.erlebnisregionpfaffenhofen.de/aktuelles/ eingesehen werden.