Tierseuchenübung zur Vorbereitung auf die Afrikanische Schweinepest

02. Oktober 2026: Der Landkreis Pfaffenhofen möchte für einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gut vorbereitet sein.

Im Rahmen einer Tierseuchenübung trainierten das Veterinäramt Pfaffenhofen, weitere beteiligte Stellen des Landratsamtes sowie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die Bergung und Beprobung von Wildschweinkadavern.

„Bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest müssen viele Beteiligte gut zusammenarbeiten und die Abläufe müssen funktionieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir entsprechende Maßnahmen nicht nur planen, sondern auch regelmäßig praktisch üben. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Unterstützung bei der diesjährigen Übung“, so Landrat Albert Gürtner.

Seit einigen Jahren verfolgt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ein Konzept zur Vorbereitung auf mögliche Tierseuchengeschehen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Afrikanischen Schweinepest. Auch im Landkreis Pfaffenhofen werden entsprechende Maßnahmen getroffen, um im Falle eines Ausbruchs vorbereitet zu sein und die erforderlichen Schritte koordiniert umsetzen zu können. Bei der diesjährigen Übung stand die Bergung von Wildschweinkadavern im Mittelpunkt.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine virale Infektionskrankheit, die ausschließlich Haus- und Wildschweine betrifft. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Blut stellt dabei einen besonders effizienten Übertragungsweg dar. Eine Weiterverbreitung ist außerdem über tierische Produkte, Speiseabfälle sowie unzureichend gereinigte Fahrzeuge, Kleidung oder Futtermittel möglich.

Für den Menschen ist das ASP-Virus ungefährlich. Auch der Verzehr von Fleisch und Wurstwaren von infizierten Tieren führt nicht zu einer Infektion des Menschen.

Im Falle eines ASP-Ausbruchs ist die Fallwildsuche mit anschließender Bergung der Kadaver ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung der Tierseuche. Durch die Entfernung infektiöser Kadaver soll verhindert werden, dass sich weitere Wildschweine durch direkten Kontakt anstecken.

Die Fallwildsuche soll sich dabei auf die Suche und Markierung gefundener Wildschweinkadaver beschränken. Die Fundorte müssen möglichst präzise mittels Geokoordinaten erfasst werden. Die anschließende Bergung und Beprobung der Kadaver erfolgt durch geschulte Bergeteams der Veterinärämter.

Mit Unterstützung der Jagdberater sowie Teams aus verschiedenen Abteilungen des Landratsamtes Pfaffenhofen und des LGL wurde anhand eines vorab festgelegten Ablaufszenarios die Bergung eines „Dummie-Kadavers“ geübt.

Dabei konnten praktische und technische Abläufe trainiert und die Kenntnisse im Bereich der ASP-Bekämpfung vertieft werden. Gleichzeitig bot die Übung Gelegenheit, die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen weiter zu festigen.