Energiewende im Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm

Die Energiewende im Landkreis Pfaffenhofen ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energieversorgung und in vollem Gange. Im April 2022 hat der Kreistag den klimaneutralen Landkreis 2040 beschlossen.

Klimaneutralität, Treibhausgasneutralität und CO2-Neutralität sind zentrale Begriffe im Kontext des Klimaschutzes, die oft synonym verwendet werden, jedoch unterschiedliche Bedeutungen aufweisen.

Klimaneutralität bezeichnet den Zustand, in dem durch menschliche Aktivitäten keine Netto-Klimawirkung mehr verursacht wird. Dies umfasst nicht nur die Emission von Treibhausgasen, sondern auch andere klimawirksame Faktoren wie Aerosole oder Landnutzungsänderungen. Ziel ist es, das Klima insgesamt nicht weiter zu beeinflussen. Dies ist sehr schwierig zu messen und es gibt aktuell keine Möglichkeiten des Monitorings.

Treibhausgasneutralität bezieht sich spezifisch auf die Bilanz aller Treibhausgase (THG), die durch menschliche Aktivitäten freigesetzt werden. Dazu zählen neben Kohlendioxid (CO2) auch Methan (CH4), Lachgas (N2O) und fluorierte Gase. Treibhausgasneutralität wird erreicht, wenn die Emissionen dieser Gase durch Maßnahmen wie Emissionsminderung oder Kompensation ausgeglichen werden, sodass keine zusätzlichen Treibhausgase netto in die Atmosphäre gelangen. Deutschland möchte bis 2045 THG-neutral sein, dass bedeutet, dass alle nicht-vermeidbaren Emissionen kompensiert werden.

CO2-Neutralität ist ein enger gefasster Begriff und bezieht sich ausschließlich auf das Treibhausgas Kohlendioxid. CO2-Neutralität wird erreicht, wenn die ausgestoßenen CO2-Mengen durch Einsparungen, Bindung (z. B. Aufforstung) oder Kompensation ausgeglichen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CO2-Neutralität eine Teilmenge der Treibhausgasneutralität darstellt, welche wiederum ein Teilaspekt der umfassenderen Klimaneutralität ist. Alle drei Konzepte zielen darauf ab, die negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf das Klima zu minimieren und langfristig eine Stabilisierung des globalen Klimas zu erreichen.

      

Um Ihnen ein Bild vom aktuellen Stand der Energieversorgung in unserem Landkreis zu ermöglichen, möchten wir Ihnen zwei Instrumente vorstellen:

Ein anschauliches Instrument ist der EnergieMonitor des Bayernwerks. Dieser bietet eine transparente Übersicht über die Energieerzeugung und den Energieverbrauch in der Region. Mit dem EnergieMonitor können aktuelle Daten zu erneuerbaren Energien, wie Solar- und Windkraft, sowie zum Stromverbrauch eingesehen und heruntergeladen werden.

Bitte beachten Sie dabei: Die aktuellen Daten beruhen auf Simulationen, bei denen Wettervorhersage und Daten der Vorjahre verwendet werden. Die reellen Verbräuche und Erzeugungsdaten stehen immer erst mit einer Zeitverzögerung von ca. 18 Monaten zu Verfügung. Die herunterladbaren Daten werden dann entsprechend rückwirkend aktualisiert.

Ergänzend dazu steht der Energieatlas Bayern als umfassendes Informationsangebot zur Verfügung. Sie können sich dort rund um die Themen Energiewende, erneuerbare Energien, Wärme, Energiesparen, sowie Beratung und Förderung informieren.

Der Energieatlas bietet zudem detaillierte Karten und Daten zu verschiedenen Energiequellen und deren Potenzialen in Bayern, in unserem Landkreis und in unseren Kommunen. Nutzer können sich über Standorte von Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen, Biomasseanlagen und weitere erneuerbare Energiequellen informieren. Interaktive Anwendungen, wie das Mischpult „Energiemix Bayern vor Ort“ bieten die Möglichkeit, sich intensiv mit den Daten der Region auseinanderzusetzen und eigene Szenarien zu entwickeln.