Rückblick: Bewerbung Bildungsregion - Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm

Ein Großteil der Projekte aus der Bewerbung „Bildungsregion in Bayern“ konnten bereits erfolgreich umgesetzt werden. Nur wenige mussten aufgrund von Gesetzes- und Zuständigkeitskollisionen sowie strukturellen Änderungen und aktuellen Rahmenbedingungen zurückgestellt werden. Einige noch offene Projektideen werden derzeit wieder in die Aktivitäten des Bildungsbüros eingebunden.
Jederzeit können alte und neue Ideen, mögliche Projekte und Maßnahmen gemeinsam auf den Prüfstand gestellt werden.
Das Bildungsbüro unterstützt bei Bedarf sehr gern Einzelpersonen, Personengruppen, Bildungseinrichtungen und -träger bei der Planung und Umsetzung verschiedener Vorhaben im Bildungsbereich.

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Mit Bravour bestanden - Der Landkreis Pfaffenhofen ist Bildungsregion -
Minister Dr. Ludwig Spaenle verleiht Qualitätssiegel

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle verlieh das begehrte Prädikat unter Anwesenheit zahlreicher Akteure des Bewerbungsprozesses jetzt im Vohburger Kulturstadl. Neben Landrat Martin Wolf und Bürgermeister Martin Schmid nahmen auch Vertreter der Konferenz der Schulaufsicht, der Koordinator der Bildungsregion für Oberbayern, Vertreter der Regierung von Oberbayern sowie weitere Ehrengäste teil. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Stadtkapelle Vohburg.

„Was gibt es Schöneres, als zu Beginn eines Jahres ein Zeugnis mit dem Zertifikat „bestanden“ vom Minister zu bekommen“, so Landrat Martin Wolf bei seiner Begrüßung. Wie der Landrat ausführte, wurde das Projekt „Bildungsregion in Bayern“ vor knapp zwei Jahren, am 13. Februar 2014, mit dem ersten Dialogforum in Reichertshausen gestartet. „Rund 100 Akteure haben sich damals bereit erklärt, aktiv an dem Projekt zur Verbesserung der Bildungschancen im Landkreis mitzuwirken. In über 30 Arbeitssitzungen wurden Ist-Stände erhoben und Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die dann in Form von Projektvorschlägen in die Bewerbung eingeflossen sind.
"Dafür möchte ich allen, die aktiv mitgewirkt haben, sehr herzlich danken“, so Landrat Martin Wolf.

Minister Ludwig Spaenle lobte die Ergebnisse, die in den Bewerbungsunterlagen dargelegt sind und gab sich sicher, dass sich die Arbeit, die in das Projekt gesteckt wurde, für den Landkreis auszahlen würde. Vielleicht sei das ein oder andere Projekt sogar bayernweit beispielgebend.

Folgende fünf Themengebiete wurden im Rahmen des Bewerbungsprozesses von jeweils einem Arbeitskreis bearbeitet:

  • Übergänge organisieren und begleiten
  • Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen
  • Kein Talent darf verloren gehen! 
  • Bürgergesellschaft stärken und entwickeln
  • Herausforderung des demografischen Wandels annehmen

Martin Wolf: „Die Zeit und Energie, die in dieses Projekt geflossen sind, werden zwar mit der Verleihung des Qualitätssiegels gewürdigt, aber das kann nur eine Bestätigung dafür sein, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Die Arbeit muss und wird fortgesetzt werden.“

Der Landkreis Pfaffenhofen wird daher ein Bildungsbüro mit zwei Mitarbeitern im Landratsamt einrichten. Darauf haben sich die Mitglieder des Kreistags mit großer Mehrheit geeinigt. Aufgabe des Bildungsbüros wird u.a. sein, ein fortschreibbares kommunales Bildungsmonitoring zu entwickeln. Dieses soll Grundlage für eine bedarfsbezogene Bildungsplanung sein. „Wichtig wird hier sein, Zahlenmaterial aus dem Bildungsbereich zu bündeln und zu koordinieren. Nur mit einem aussagekräftigem Zahlenmaterial können weitere Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden“, so der Landrat.

Mit der Errichtung eines kommunalen Bildungsmanagements soll zudem die Abstimmung zwischen den einzelnen Bildungsakteuren vor Ort verbessert werden. Martin Wolf: „Durch die Zusammenführung der betroffenen Stellen aus der Verwaltung, Kammern, Unternehmerschaft, Schulleitungen und Schulamt und durch die Einbeziehung in die Entscheidungsprozesse kann die Akzeptanz und das Vertrauen in die Arbeit des Bildungsmanagements gestärkt werden.“

Das Projekt sieht eine Laufzeit von drei Jahren vor und soll mit 50 % aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt werden. Das Projekt Bildungsregion ist Teil des Konzepts „Familienaktiver Landkreis“ aus dem Jahr 2013.

Die SPD-Fraktion hat dazu das Bündnis für Familie ins Leben gerufen, die CSU-Fraktion die Bildungsregion.